O Welt ich muß dich lassen

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O Welt, ich muß dich lassen
ich fahr dahin mein Straßen
ins ewig Vaterland.
Mein´ Geist will ich aufgeben,
dazu mein‘ Leib und Leben
legen in Gottes gnädig Hand

Mein Zeit ist nun vollendet
der Tod das Leben endet
Sterben ist mein Gewinn
kein Bleiben ist auf Erden
das Ewge muß mir werden
mit Fried und Freud ich fahr dahin

Auf Gott steht mein Vertrauen
sein Antlitz will ich schauen
wahrhaft durch Jesus Christ
der für mich ist gestorben
des Vaters Huld erworben
und so mein Mittler worden ist

Text: Joh. Heß (Breslau, vor 1547)
Musik: auf die Melodie von Innsbruck ich muß dich lassen
in Vierzig Grabgesänge (1906)

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1547 : Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Böhme schreibt im Liederhort (1897) über dieses Lied: „Noch mehr Zuwachs nach Volksliederart bringt nachfolgender Text. Als Harmonist der Melodie ist Heinrich Isaak genannt. Dieser war vor 1492 Kapellmeister an der Johanniskirche zu Florenz, Lehrer des Prinzen Lorenz von Medici und kaiserlicher Geschäftsträger an genanntem Hofe, später in Wien ... weiter lesen

"O Welt ich muß dich lassen" wird auf diese Melodie gesungen:

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