Mi Lüt uf em Land si so lustig und froh
Mir führen es Lebe, s´ schönnt besser mit goh
drum chömet ihr Städter, betrachtet dä Stand
und lehret  au schä – tze   der Bur   uf  em Land

Zwor Chummer und Sorge git’s überall gnueg.
Bim Cheiser und Chünig, wie dusse bim Pflueg;
Isch eine nur zfriede, so lebt er acho froh,
Ne jede mueß schaffe, Gott will’s halt cso.

Z’Mirtag, wenn es heiß isch, wenn d’Sunne so brönnt,
50 isch es Stündli am Schatte au gönnt;
Denn schaffe mer wieder mit doppeltem Muet,
Mer juchze und singe und meines no guet.

Si d’Sterne am Himmel, so goht me denn hei,
Me sitzt denn vor d’Hüscr und zcllt no e chlei,
De leit me si nieder und „Bhüet di Gott, Welt!“
Am Morge früeh wieder zur Arbeit ufs Feld.

Im Winter, do schafft me halt nit eso viel,
Me sitzt denn bim Ofe und het si frei still;
Wenn d’Meiteli spinne, si d’Bube au do,
Si lache un schwätze und si derbi froh.

So isch es es Lebe bi eus uf em Land,
Drum chömet, ihr Städter, betrachtet da Stand.
Und müesse mer schaffe, es isch is jo glich,
Der Friede im Herze macht glücklich und rieh.

Alois Glutz (1789—1827)

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