Liedergeschichte: Preisend mit viel schönen Reden

Parodien, Versionen und Variationen von Preisend mit viel schönen Reden

Die Melodie von „Preisend mit viel schönen Reden“ (Text von 1818) gehört ursprünglich zu dem Lied “In des Waldes düstern Gründen”, das in dem Roman “Rinaldo” von Vulpius 1800 vorkommt und bald Volkslied wurde. Bemerkenswert ist die Schlußwendung in der Melodie, die ganz klar die Marseillaise zitiert und damit das „Köpfen“ im Gedicht mit der Guillotine der französischen Revolution verbindet, die ja gerade erst etwa zwanzig Jahre zurückliegt, als der Text entsteht.


In des Waldes düstern Gründen

In des Waldes düstern Gründen in den Höhlen tief versteckt ruht der allerkühnste Räuber bis ihn seine Rosa weckt. „Rinaldini“, ruf sie schmeichelnd „Rinaldini, wache auf! Deine Leute sind schon munter längst schon ging die Sonne auf.“ Und er öffnet seine Augen lächelt ihr den Morgengruß sie sinkt sanft in seine Arme und erwidert seinen Kuss. Draußen bellen laut die Hunde

Raub-Mord-Totschlag | Liederzeit: , | 1799


Preisend mit viel schönen Reden

Preisend mit viel schönen Reden ihrer Länder Wert und Zahl saßen viele deutsche Fürsten einst zu Worms im Kaisersaal „Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen „ist mein Land und seine Macht Silber hegen seine Berge wohl in manchem tiefen Schacht.“ „Seht mein Land in üpp´ger Fülle“ sprach der Kurfürst von dem Rhein „goldne Saaten in den Tälern auf den Bergen

Deutschlandlieder | Liederzeit: , | 1818


Köthen unsere Flagge (Lied für einen Gaumeister)

(Köthen unsere Flagge) *** ist unsere Flagge *** sei das Panier sie führt uns zum Ehrentage siegen oder fallen wir *** mal haben wir gerungen um des Fußballs Meisterschaft und wir haben sie erzwungen trotz der Gegner Mut und Kraft Meister sind wir dieses Gaues von dem schönen *** Land wohin unsere Augen schauen sie knüpfet uns ein enges Band

Fussball-Lieder | Liederzeit: | 1902


In des Waldes tiefsten Gründen (erotische Fassung)

In des Waldes tiefsten Gründen – von vorn in den Höhlen tief versteckt – von hinten schläft der Räuber allerkühnster – zum Zeitvertreib bis ihn seine Rosa weckt – am Unterleib „Rinaldini“, ruf sie schmeichelnd – von vorn „Rinaldini, wache auf! – von hinten Deine Leute sind schon munter – zum Zeitvertreib längst schon ging die Sonne auf.“ – am Unterleib Und

Erotische Lieder | Soldatenlieder | Liederzeit: | 1908


Hunderttausend Russen haben vor uns das Gewehr gestreckt

Hunderttausend Russen haben vor uns das Gewehr gestreckt und die deutschen Fahnen rauschen stolz im Winde ruhmbedeckt Überlegen war der Gegner dreifach seine Übermacht Aber keiner unserer Braven hat an feige Flucht gedacht Dörfer brannten und die Lohe überall zum Himmel schlug Kinder schrien, Weiber weinten Männer knirschten einen Fluch Da warf sich den Räuberhorden kühn entgegen unser Heer Schwach

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1915


Sich empfehlend den Genossen (Das neue Deutschland)

Sich empfehlend den Genossen Für die nächste Reichtagswahl Saßen viele deutsche Sozi Jüngst bei Sklarz im Speisesaal Grinsend rief der dicke Ebert Von dem Präsidentensitz An mein Volk! Du hältst die Schnauze! Und gleich schrie man: Bravo, Fritz! Scheidemann, der mit der Glatze Sprach in überlegnem Ton Ich erwürgt zwar nicht die Feinde Doch die Revolution! Dann erhob sich Parvus-Helphand

Politische Lieder | Liederzeit: | | 1919


Seid willkommen liebe Gäste

Seid willkommen liebe Gäste die ihr kommt von fern und nah euch begrüßt aufs allerbeste fröhlich ein Hipp Hipp Hurra Laßt uns heut zu unserm Feste pflegen, was zu jeder Zeit ist ja doch das allerbeste Frohsinn und Geselligkeit Lob ertöne unseren Damen denn sie sind der Feste Zier Flechten Rosen uns ins Leben o das alles wissen wir Drum

Fussball-Lieder | Vereinslieder | Liederzeit: | 1920


Ich wollt ich wär ein Elefant

Ich wollt ich wär ein Elefant wie wollt ich jubeln laut es wär mir nicht ums Elfenbein nur um die dicke Haut Auf die Melodie von Preisend mit viel schönen Reden  – unklare Herkunft , Verfasser unbekannt . eventuell als Stoßseufzer in der Weimarer Republik ? hier in: Singend wollen wir marschieren . Liederbuch des Reichsarbeitsdienstes , ca. 1934 –

Erotische Lieder | Soldatenlieder | Studentenlieder | Liederzeit: | 1930