Liedergeschichte: Rinaldo Rinaldini

Zur Geschichte von "Rinaldo Rinaldini": Parodien, Versionen und Variationen.

Unter dem Titel „Rinaldo Rinaldini“ war das Lied „In des Waldes tiefsten Gründen“ bzw „In des Waldes düstern Gründen“ seit Beginn des 19. Jahrhunderts beliebt und weit verbreitet. Mit der Melodie entstanden viele neue Lieder.

In des Waldes düstern Gründen

Mit dem Text „Preisend mit viel schönen Reden“  wurde die Melodie auch zu einem Politischen Lied.  Justinus Kerner schrieb den Text 1818 nach dem Wiener Kongreß und dem Wartburgfest: Als Europas Fürsten 1815 beim Wiener Kongress Deutschland in viele kleine Staaten aufteilten, war wohl kaum einer unter ihnen, der seinen Kopf in den Schoß seiner Untertanen hätte legen können, ohne in Gefahr zu sein, geköpft zu werden. (Im gleichen Kontext „Den Mann den halt ich ehrenwert“.)

Bemerkenswert ist die Schlußwendung in der Melodie, die ganz klar die Marseillaise zitiert und damit das „Köpfen“ im Gedicht „Preisend mit viel schönen Reden“ mit der Guillotine der französischen Revolution verbindet, die ja gerade erst etwa zwanzig Jahre zurückliegt, als der Text entsteht.

In des Waldes düstern Gründen in den Höhlen tief versteckt ruht der allerkühnste Räuber bis ihn seine Rosa weckt. „Rinaldini“, ruf sie schmeichelnd „Rinaldini, wache auf! Deine Leute sind schon munter längst schon ging die Sonne auf.“ Und er öffnet seine Augen lächelt ihr den Morgengruß sie sinkt sanft in seine Arme und erwidert seinen Kuss. ... Weiterlesen ... ...

Große Taten edler Seelen zu erhöhn ist Harfners Pflicht darum will ich recht und schlicht eine schöne Tat erzählen ohn‘ ihr Dichtung zu verhehlen Hört, die ihr aus unbedacht Übel oft noch Ärger macht Text: Verfasser unbekannt. Lied über Eginhard und Emma Musik: auf die Melodie von In des Waldes düstern Gründen Text und Melodie ... Weiterlesen ... ...

Preisend mit viel schönen Reden ihrer Länder Wert und Zahl saßen viele deutsche Fürsten einst zu Worms im Kaisersaal „Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen „ist mein Land und seine Macht Silber hegen seine Berge wohl in manchem tiefen Schacht.“ „Seht mein Land in üpp´ger Fülle“ sprach der Kurfürst von dem Rhein „goldne Saaten in ... Weiterlesen ... ...

Krapülinski und Waschlapski Polen aus der Polakei fochten für die Freiheit gegen Moskowitertyrannei Als sie hatten ausgefochten flüchteten sie nach Paris für das Vaterland zu sterben und zu leben auch ist süß Als wie Jonathan und David wie Orest und Pylades soffen sie denselben Kümmel aßen sie denselben Käs Liefen in dieselbe Kneipe schliefen in ... Weiterlesen ... ...

In der Penne tiefster Klause in den Sänftling tief versteckt pennt der dufteste der Kunden bis der Penneboos ihn weckt. „Dufter Kunde“, ruft er schmeichelnd, „dufter Kunde“, wache auf. „Denn die Kaffern sind schon munter längst schon ritt der Teckel aus!“ Und der Kund‘ fühlt sich geschmeichelt tritt ins Fremdenzimmer nun. „Guten Morgen, dufte Kunden ... Weiterlesen ... ...

(Köthen unsere Flagge) *** ist unsere Flagge *** sei das Panier sie führt uns zum Ehrentage siegen oder fallen wir *** mal haben wir gerungen um des Fußballs Meisterschaft und wir haben sie erzwungen trotz der Gegner Mut und Kraft Meister sind wir dieses Gaues von dem schönen *** Land wohin unsere Augen schauen sie ... Weiterlesen ... ...

In des Waldes tiefsten Gründen – von vorn in den Höhlen tief versteckt – von hinten schläft der Räuber allerkühnster – zum Zeitvertreib bis ihn seine Rosa weckt – am Unterleib „Rinaldini“, ruf sie schmeichelnd – von vorn „Rinaldini, wache auf! – von hinten Deine Leute sind schon munter – zum Zeitvertreib längst schon ging die Sonne ... Weiterlesen ... ...

Hunderttausend Russen haben vor uns das Gewehr gestreckt und die deutschen Fahnen rauschen stolz im Winde ruhmbedeckt Überlegen war der Gegner dreifach seine Übermacht Aber keiner unserer Braven hat an feige Flucht gedacht Dörfer brannten und die Lohe überall zum Himmel schlug Kinder schrien, Weiber weinten Männer knirschten einen Fluch Da warf sich den Räuberhorden ... Weiterlesen ... ...

In des Heizraums tiefsten Gründen, In den Bunker tief versteckt Schläft der Stocker auf der Pfütze, Bis der Obermaat ihn weckt. Wach auf, mein Heizerjunge, Stehe auf und rüste dich. Denn der Maschinist steht auf der Lauer, Macht Balawa fürchterlich. Und der Oberfeiermeister Rennt im Heizraum hin und her, Denn im Kessel ist kein Wasser ... Weiterlesen ... ...

In des wilden Krieges Tanze mit Revolver Schwert und Lanze Stand bei heller Mondesnacht Ein Soldat wohl auf der Wacht. Plötzlich hört in den Gesträuchen Einen Mann er näherschleichen: „Halt! Wer da?“ ruft er ihn an, Ob er Losung geben kann. „Losung, oder ich muss schiessen Muss Spionenblut vergiessen Und so wahr ich Preusse bin: ... Weiterlesen ... ...