Wilken (Heinrich Wilken)

Als wir achtzehnhundertsiebzig sind nach Frankreich hinmarschiert

Als wir achtzehnhundertsiebzig sind nach Frankreich hinmarschiert hat die Guste, die Bewußte mir ein Butterbrot geschmiert und sie steckte mir ne Knackwurst unter heißen Tränen ein und sie sprach: “Mein lieber Junge nun gedenke du auch mein! Hier, mein treuer Füsilier schenk ich einen Taler dir Zieh fürs Vaterland ins Feld und betrage dich als Held!” Doch ich dacht. als ich marschierte

Soldatenlieder | Liederzeit: , | 1900


Herzliebchen mein unterm Rebendach

Herzliebchen mein unterm Rebendach o hör mein kleines Lied! des trauten Stimme, sie ruft dich wach von Sehnsuchtsschmerz durchglüht. O zeig dein Köpfchen, ich harre dein ich bitte, Schätzchen, o sag nicht nein! Herzliebchen mein unterm Rebendach o hör mein kleines Lied! Herzliebchen mein unterm Rebendach o komm herab zu mir! Du denkst wohl nicht an den heutigen Tag doch

Liebeslieder | Liederzeit: | 1869


Was blitzet so prächtig im sonnigen Schein (Des Königs Grenadiere)

Was blitzet so prächtig im sonnigen Schein was schreitet so kräftig daher daß Herz sich und Auge vereinigt kann freu´n der Männer in stattlicher Wehr? Sie zieh´n in die Schlacht, der Herr Oberst voran die Spielleute stimmen was Lustiges an. Seht hinter jedem Blumentopf erscheint ein holder Mädchenkopf und Jung und Alt tritt vor die Türe! Lebt alle wohl, wir zieh´n

Soldatenlieder | Liederzeit: | | 1883


Wohin ich wandere (am grünen Strand der Spree)

Wohin ich wand´re durch die Welt weit über Meer und Land der Ort sich frisch im Herzen hält wo meine Wiege stand Ja, käm´s Berliner Kind hinaus ins Glücksland ohne Weh es kehrt zurück ins Vaterland am grünen Strand der Spree Wir haben keine Berge hoch kein üppig fruchtbar Land und lieben unsre Heimat doch wie sie schuf uns´re Hand.

Heimatlieder | Liederzeit: | 1881