Heu Martis alea – So man die Sach beim Licht

Lied vom deutschen Krieg

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Heu Martis alea
So man die Sach beim Licht betracht
longe miserima
Dum vincimus, occumbimus
der Sieg ist unser Hindernuß
et laeva tessera

Toto vicennio
Gehn alle Sachen unter sich
Furore bellico
Nec unicum tugurium
Geschweige ein ganz Fürstentum
Cedit imperio

Si recte censeas
Nichts hat das lange kriegen bracht
Als arme viduas
I Sueviae per angulos
So findt man nichts als orphanos
Aedesque vacuas

Fides prætenditur
Ist aber lauter Affenspiel
Moneta quæritur
Cui labor est fastidio
Der flickt sich beim Soldaten zu
Furtisque deditur

(33 Strophen)

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 314)

Anmerkungen zu "Heu Martis alea – So man die Sach beim Licht"

Fl. Bl. 8, 8 Bl. „Quodlibetum Bellicum Latino-Germanicum. Das ist ein newes Soldaten Lied, Von dem langwürigen und hochschädliche teutschen Krieg . . . Nachgedruckt im Jahr 1639.“ (wohl zu Innsbruck bey Joann Gächen). In v. Maltzahn’s Sammlg. Bl. 449 (geschrieben).

Text aus einer andern Hschr. abgedruckt bei v. Dithfurth, „Lieder des 30jährigen Krieges Nr. 110. (Schwedisches Quodlibet, Alte Handschrift) Die Mel. ist volkstümlich, vermutl. Soldatenmelodie (Böhme)

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