Liederlexikon: Scheffel

| 1826

Victor von Scheffel wurde am 16.2.1826 in Karlsruhe geboren. Von 1843 bis 1847 studierte er Jura in München, Heidelberg und Berlin.  Bis 1853 war er im Staatsdienst, dann freier Schriftsteller und Maler. Sein größter Erfolg – wenn auch nach seinem Tode – dürfte gleich sein erster Roman geworden sein: „Der Trompeter von Säckingen“.

Von 1857-1859 arbeitete er  als Bibliothekar in Donaueschingen, 1863 in Meersburg bei Freiherr von Laßberg und dem Großherzog von Sachsen-Weimar auf der Wartburg. 1865 wurde er sächsischer Hofrat. Von 1872 an lebte er krank auf der Mettnau. Scheffel starb am 9.4.1886 in Karlsruhe .

Joseph Victor von Scheffel  war ein im 19. Jahrhundert viel gelesener Schriftsteller  und unter anderem Autor mehrerer bekannter Liedertexte. Seine historischen Epen und Erzählungen haben wahrscheinlich nicht unwesentlich zu dem seit der Bismarckzeit aufkommenden Selbstbild der Deutschen als einer altfränkisch biederen, ungekünstelt zuverlässigen und ernsthaft strebsamen Nation beigetragen. (wikipedia)



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Scheffel im Archiv:

Ja ja Prozesse müssen sein (Der Prozeß)

Ja, ja, Prozesse müssen sein! Gesetzt, sie wären nicht auf Erden, Wie könnt alsdann das Mein und Dein Bestimmet und entschieden werden? Das Streiten lehrt uns die Natur. Drum, Bruder, recht‘ und streite nur. Du siehst, man will dich übertäuben; Doch gib nicht nach, setz alles auf, Und laß dem Handel seinen Lauf; Denn Recht muß doch Recht bleiben »Was sprecht Ihr,

Eichrodt

Der richterliche Beamte und spätere Oberamtsrichter Ludwig Eichrodt wurde am 2. Februar 1827  in Durlach  bei Karlsruhe geboren und starb an seinem 66. Geburtstag 1892  in Lahr . Der Sohn eines Ministerialbeamten und Innenministers erfand gemeinsam mit seinem Studienfreund Adolf Kußmaul die Figur des schwäbischen Dorflehrers Gottlieb Biedermeier , nach der später eine ganze Epoche benannt wurde. Eichrodt schrieb verschiedene humoristische Werke, war

Die ihr voll Mut zu schleudern euch nicht scheutet

Die ihr voll Mut zu schleudern euch nicht scheutet Ein blitzend Wort in unsers Lebens Schwüle, O Glück, wenn ihr euch auf dem Sterbepfühle Vom Neid zerstückter Kränze noch erfreutet Wie haben Ruhm in Scheffeln sich erbeutet, Die ruhig trabten ihren Weg zur Mühle Und immer hübsch die trunkensten Gefühle Gleich tauben Blüten aus dem Korn gereutet! Brauch deine Hand,

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