Liederlexikon: Rodenstein

| 1970

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Die Herren von Rodenstein prägten mehrere Jahrhunderte hindurch die Gemeinde Frankisch-Crumbach. Sie bewohnten die außerhalb des Ortes erbaute Burg und das Rodensteiner Schloss im Ortskern.  Die Rodensteiner wurden jedoch hauptsächlich durch die geheimnisvolle Sage vom geisterhaften Zug des Rodensteiners und seines wilden Heeres durch die Lüfte bis ins Ausland hinein bekannt.

Bewohner des oberen Gersprenztales berichteten immer wieder über entsprechende Wahrnehmungen und gaben diese auch zu Protokoll. Zahlreiche Dichter und Schriftsteller, Zeichner und Maler, Komponisten und Theaterleute haben das volkstümliche Sagenmotiv aufgegriffen und bearbeitet. Die bekanntesten unter ihnen sind die Rodensteindichter Joseph Viktor von Scheffel und Werner Bergengruen.

In Scheffels trinkfreudigen und humorvollen Rodensteinliedern wird der Rodensteiner zum Zecher, der wegen seines unstillbaren Durstes keine Ruhe im Grab finden kann.

Die Burg Rodenstein wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von den Brüdern Rudolf und Friedrich von Crumbach gebaut. Nach dem Einzug in die Burg nannten sie sich „von Rodenstein“. ..  Der letzte Bewohner, Adam von Rodenstein, starb mit seiner Familie im Jahr 1635 während des 30-jährigen Krieges an der Pest. Noch 1640 soll die Burg in gutem Zustand gewesen sein. Als jedoch 1650 der letzte Rodensteiner, Georg Friedrich, von einem längeren Aufenthalt in Frankreich zurückkam, fand er sie unbewohnbar … (Webseite der Gemeinde Fränkisch Crumbach)
(Weitere Infos zur Burg Rodenstein)



"Rodenstein" im Archiv:

Es regt sich was im Odenwald (Rodensteins Auszug)

Es regt sich was im Odenwald, rum, plum, plum. Und durch die Wipfel hallt´s und schallt: rum, plum, plum. Rum, plum, plum bidiwum Rum, plum, plum! Der Rodenstein, der Rodenstein zieht um! Rum, plum! Vom Rhein her streicht ein scharfer Luft, rum, plum, plum, der treibt den Alten aus der Gruft, rum, plum, plum. Rum, plum, plum bidiwum Rum, plum,

Wer reitet mit sieben Knappen ein (Rodenstein)

Wer reit’t mit sieben Knappen ein Zu Heidelberg im Hirschen? Das ist der Herr von Rodenstein, Auf Rheinwein will er pirschen. »Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein, Ich fürcht’, die Kehlen rosten. Wir wöll’n ein halb Jahr lustig sein, Und sollt’s ein Dorf auch kosten! »Ein Dorf, was ist’s? .. Ein rußig Loch, Und ich hab’ ihrer zweie, Ich

Und wieder sprach der Rodenstein

Und wieder sprach der Rodenstein: „Hallo, mein wildes Heer! In Asmannshausen fall ich ein und trink den Pfarrer leer.“ „Raus da! Raus aus dem Haus da! Herr Pfarrer, daß Gott euch helf´” gibt´s nirgend mehr ein Tropfen Wein des Nachts um halber Zwölf?” Der Pfarr, ein tapfrer Gottesmann trat streitbar vor sein Tor mit Weihbrunn, Skapulier und Bann die Geister

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