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Helmut Damerius

Helmut Damerius war Gründer und Leiter der Agitpropgruppe Kolonne Links. Als politischer Flüchtling in der Sowjetunion befand er sich dort ab 1938 viele Jahre lang unschuldig in Haft. Nach seiner Rehabilitierung in den 1950er Jahren leitete er die Konzert- und Gastspieldirektion der DDR. Damerius wurde am 16. Dezember 1905 in Berlin-Wedding geboren, er starb am 29. September 1985 in Ost-Berlin.

| | | 1905


Herbeth-Forschel

Frau Herbeth-Forschel ist eine der Sängerinnen, die Louis Pinck Volkslieder übermittelten, die dieser dann in seiner Sammlung Verklingende Weisen – Volkslieder aus Lothringen (Erster Band 1926) veröffentlichte. 

| | 1970


Joseph Roesberg

Johann Joseph Roesberg gilt als der erste bedeutende Kölner Volkssänger. Er wurde am 31. August 1824 in Köln geboren, wo er am 23. Juli 1871 auch starb. Er schrieb über 60, vorwiegend kölsche Milieulieder. Für den Kölner Karneval verfasste er Lieder mit mundartlichen Texten über stadtgeschichtliche Ereignisse, die unter anderem durch die Interpretation seines Freundes Johann Joseph Palm, genannt Urjels-Palm,

| | | 1824


Kolonne Links

Wir wollten uns nicht mit Kunst beschäftigen. Wir wollten nicht ästhetische Befriedigung durch gepflegtes Theaterspiel erwecken. Auch wollten wir uns nicht Gefühlsduselei. hingeben, “Lönsen— Klönsen” oder “Stimmung lutschen”, wie es k der “revolutionären” Jugendbewegung der 20er Jahre modern war. Viel prosaischer waren unsere Beweggründe, als wir jungen Arbeitersportler aus der Wandersparte des Sportvereins “Fichte” in Berlin-Steglitz 1928 uns zusammenfanden, um die “Kolonne

| | 2018


Liederjan

Zunächst waren sie auf der Flucht. Auf der Flucht vor den sogenannten Volksliedern ihrer Schulzeit. Vor den schrillen Dissonanzen der im Anschlag gehaltenen Blockflöten, dem Stampfen der Blockabsätze ihrer Musiklehrerinnen und den alten Ideen in manchem Lehrerkopf. Wie bei vielen der ersten deutschen Nachkriegsgeneration regte sich der Widerspruch gegen bestehende politische Verhältnisse. In den unruhigen und lebhaften Studententagen der späten

| | 1970


Littke-Carlsen

“Littke-Carlsen”: Berliner Komiker um die Jahrhundertwende 1900, der den Gassenhauser “Komm Karlineken wir wollen nach Pankow gehen” berühmt machte. Er führte auch auf der Bühne des Wintergarten in Berlin einen der ersten Schiebertänze auf, quasi einen Tango, den “Rixdorfer Schieber”. (nach: “Tango in Paris und Berlin”, Kerstin Lange, S. 154)

| | 1880


Molters Peter

Peter Gangloff  aus Hambach in Lothringen wurde 1840 geboren und starb 1919. Den im Dorf bekannteren Beinahmen Molter hatte er , wie Udils-Kättel , vom Namen seiner Mutter. Auch er war einer von den guten Alten, der aus seiner Jugendzeit noch manches alte und sehr alte Lied wusste, vor allem “gruseliche Geschichten” (Balladen). Seines Zeichens war er Schuster und verbrachte sechs

| | 1970


Papa Gerné

Jean-Pierre Gerné , genannt Papa Gerné , ( sprich Guerné, wie auch andere aus Gebenhausen stammende Familien ihren Namen wiedergeben, während andere wieder Gernet , Gerner schreiben)  war ein lothringischer Volksliedersänger, der von 1831—1923 lebte. Louis Pinck , der Herausgeber von Verklingende Weisen schreibt 1926 über ihn: Ich lernte diesen lothringischen Volksliedersänger zufällig in der Hambacher Kirche kennen. Es war an

| | 1970


Papa Neu

Papa Neu ( 1858-1931): Louis Pinck schreibt im 3. Band von Verklingende Weisen ( Volkslieder aus Lothringen , 1933 , S. 277): “Von ihm hörte ich im Winter 1929. Er war früher Chantre in Althorn bei Bitsch , siedelte aber 1903 besseren Lohns qwegen mit seiner zahlreichen Familie aus der heimischen Glasindustrie in die Eisenindistrie nach Pompey bei Nancy über.

| | 1970


Proletarische Kulturvereinigung

Nach der Novemberrevolution bildete sich in Halle die Proletarische Kulturvereinigung und übernahm die Traditionen des Arbeiterbildungs-Vereins Halle-Kröllwitz. Etwa hundert Mitglieder schufen aus dem Nichts heraus und nach der Arbeitszeit auf dem Gelände der heutigen „Frohen Zukunft” mit vorbildlichem Gemeinschaftsgeist ein Heim, das eine Werkstatt für revolutionäre Agitation und Propaganda wurde. Begabte Arbeiterjungen und -mädel bildeten mit Unterstützung älterer Genossen Interessengruppen.

| | 1919