Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn

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Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn
all die ihr seid beschweret nun
mit Sünden hart beladen
ihr Jungen, Alten, Frau und Mann
ich will euch geben, was ich han
will heilen euren Schaden.

Mein Joch ist sanft, leicht meine Last
und jeder, der sie willig fasst
der wird der Höll entrinnen
Ich helf ihm tragen, was zu schwer
mit meiner Hilf und Kraft wird er
das Himmelreich gewinnen.

Heut ist der Mensch schön, jung und rank
sieh, morgen ist er schwach und krank
bald muss er auch gar sterben
gleichwie die Blumen auf dem Feld
also wird diese schöne Welt
in einem Nu verderben.

Dem Reichen hilft doch nicht sein Gut
dem Jungen nicht sein stolzer Mut
er muss aus diesem Maien
wenn einer hätt die ganze Welt
Silber und Gold und alles Geld
doch muss er an den Reihen.

Dem G’lehrten hilft doch nicht sein Kunst
die weltlich Pracht ist gar umsonst
wir müssen alle sterben
Wer sich in Christus nicht bereit
solange währt die Gnadenzeit
ewig muss er verderben.

Höret und merkt, ihr lieben Leut
die ihr jetzt Gott ergeben seid
lasst euch die Müh nicht reuen
halt‘ fest am heilgen Gotteswort
das ist eu’r Trost und höchster Hort
Gott wird euch schon erfreuen.

Und was der ewig gütig Gott
in seinem Wort versprochen hat
geschworn bei seinem Namen
das hält und gibt er g’wiss fürwahr
Er helf uns zu der Heilgen Schar
durch Jesus Christus! Amen.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Auf die Melodie vom Lindenschmid !

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1534)
Schlagwort: |

"Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn" wird auf diese Melodie gesungen:

Melodie zu

Anmerkungen zu "Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn"

„Über die Melodie, die als Lindenschmidston unendliche mal im 16. Jahrh. angeführt wird, s. Böhme, Altd. Ldb. Nr. 377, wo glaubhaft nachgewiesen ist, daß dieser Ton 1530 zum Kirchenliede „Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn“ verwendet und zu dem Behufe durch Wiederholen der 4. Zeile aus der fünfzeiligen Melodie eine sechszeilige gemacht worden ist. Zu diesem geistlichen Texte kommt sie in einer Berliner Handschrift um 1530, dann 1534 in Ott’s Liederbuch Nr. 15 vor, in Babst’s Gesangbuch 1545 und ist dann in allen evangelischen und katholischen Gesangbüchern bis auf die Neuzeit erhalten geblieben.

Ich gebe sie (oben) nach den ältesten Quellen, ohne Wiederholung der 4. Zeile. Die Anfangsnote unter 1 ist bei Ott und Babst doppelt lang, die Eingangspause fehlt. Die fünf ersten Noten der Schlußzeile bei 2 stehen bei Babst eine Note tiefer, was unsingbar ist und später aus dem Choral entfernt wurde“ (Böhme, in Deutscher Liederhort II; 1893, S. 38)

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