Bremer Stadtmusikanten

Iß der Frühling do (Heemte-Liedel)

Iß der Frühling do
blühn die Veilchen blou
tausend Vögel singen
daß die Beeme klingen
Iß der Frühling do
blühn die Veilchen blou
und de Bächel uf die Reese giehn
O du guldne Zeit
zengs eim Lande weit
ei de Heemte, Heemte möcht´ ich ziehn

Durt am Rasenplatz
tanzt mit ihrem Schatz
schmuck de Paster´s Friedel
wenn erklingt die Fiedel
tanzt am Rasenplatz
schmuck mit ihrem Schatz
und eim Kreise olle zengsrüm stiehn
O du guldne Zeit
zengs eim Lande weit
ei de Heemte, Heemte will ich ziehn

Underm Lindenboom
sitzt schier wie eim Troom
uf der Bank vu Steene
Wassermüllers Leene
underm Lindenboom
sitzt sie wie im Troom
starrt su eegen traurig vur sich hien
O du guldne Zeit
zengs eim Lande weit
ei de Heemte, Heemte muß ich ziehn

Wenn a Unglück käm
und mir´s Leben nähm
lät am Durfkirchhofe
mich zum letzten Schlofe
wenn a Unglück käm
und mir´s Leben nähm
neben mei lieb Mutterle mich hien
O du guldne Zeit
zengs eim Lande weit
ei de Heemte, Heemte schläft sich´s schien

Text: Philo vom Walde
Heemte = Heimat
Musik: Paul Mittmann
in Schlesier-Liederbuch von 1936 , S.16

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Liederthema: Frühlingslieder | Heimatlieder
Liederzeit: (1936)
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