Ick hew mol en Hamborger Veermaster sehn

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Ick hew mol en Hamborger Veermaster sehn,
to my hooday, to my hooday
De Masten so scheef as den Schipper sien Been,
to my hooday hooday ho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

Dat Deck weer von Isen, vull Schiet un vull Smeer,
to my hooday, to my hooday!
Dat weer de Schietgäng ehr schönstes Pläseer,
to my hooday, hooday ho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

Dat Logis weer vull Wanzen, de Kombüs weer vull Dreck,
to my hooday, to my hooday!
de Beschütten, de löpen von sülben all weg.
to my hooday, hooday ho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

Dat Soltfleesch weer grön, un de Speck weer vull Moden.
to my hooday to my hooday!
Köm gev dat bloß an Wiehnachtsobend.
hooday, hooday ho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

Un wulln wi mol seiln, ick segg dat jo nur,
to my hooday, to my hooday!
denn leupt he dree vorut und veer wedder retur,
hooday, hoodayho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

As dat Schipp weur, so weur ok de Kaptein,
to my hooday, to my hooday!
de Lüd for dat Schipp weurn ok blot schangheit.
hooday, hooday ho!

Blow boys blow, for Californio.
There is plenty of gold so I am told
on the banks of Sacramento

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Adaption des englischen Shantys The Banks Of Sacramento

aus Schleswig-Holstein und Hamburg, aus dem Deutschen Kaiserreich – oder zur Zeit des Goldrauschs von 1848

u.a.in: HSLB_Neesen (ca. 1951) — Liederbuch der Bundeswehr (1962) — Liederbuch der Fallschirmjäger (1983)

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1880 : Zeitraum:
Orte:

Abweichungen im Text

Der „Hamburger Viermaster“ in deutscher Übertragung:

Ich hab mal nen Hamburger Viermaster gesehn
Die Masten so krumm wie das Bein vom Kapitän

Das Deck war aus Eisen, voll Scheisse und voller Schmier
Das war der „Schietgäng“ („Scheiss-Team“, also diejenigen, die Putzen mussten) ihre schönste Freude

Die Kombüse voller Läuse, die Kajüte voll Dreck
Der Schiffszwieback lief von allein schon weg

Das Salzfleisch schimmelgrün und der Speck voller Maden.
Und Köm (Kümmelschnaps) gab es nur am Weihnachtsabend

Und wollten wir mal segeln, ich sag’ euch das nur
Dann lief er drei voraus und vier wieder retour

Und wie das Schiff war auch der Kapitän
Die Leute fürs Schiff war’n auch bloß schanghait (entführt)