Ich wollt zu Land ausreisen

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Ich wollt zu Land ausreisen
ich zog durch einen Wald
ich hört´in schönen Weisen
die Vöglein jung und alt
den Schöpfer lieblich loben
ich freute mich gar sehr
ich ward von ihn´n bewogen
zu preisen Gott viel mehr

Groß Freud in meinem Herzen
durch dieses ich empfand
gar bald verging mein Schmerzen
und alles Leid verschwand
ich ging hindurch spazieren
mit frischem freiem Mut
mit Sang und Jubilieren
zu ehr´n den treuen Gott

Text : Verfasser unbekannt
Musik: auf die Melodie von Erhebt Euch von der Erde bzw Frisch auf zum fröhlichen Jagen

u.a. in Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859) – Schulgesangbuch für höhere Lehranstalten (1912)

Liederthema:
Liederzeit: vor 1859 : Zeitraum:
Orte:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: 1802 schrieb Novalis ein innig-gläubiges Gedicht auf  Jesus, der so viel am Kreuz erlitten hat und dessen Leiden dennoch ganz in Vergessen gerieten. Zehn Jahre darauf nahm Max von Schenkendorf dieses Gedicht als Inspiration und verfasste während der Befreiungskriege gegen das Frankreich Napoleons ein Lied auf den „Turnvater Jahn“ (Erneuter Schwur, an den Jahn, von wegen des heiligen teutschen Reiches), das dann vielfach nachgedichtet und im Liederbuch der SS in der Zeit des Nationalsozialismus gleich nach dem Horst-Wessel-Lied stand. Als Melodie verwendete Schenkendorf die des französischen Liedes „Pour aller... weiter lesen