Und schau ich hin so schaust du her

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Und schau ich hin so schaust du her

Und schau ich hin, so schaust du her
das macht mein Herz so schwer, so schwer
und schau ich her, so schaust du hin
das macht mir wirr den Sinn
O schau nur ein einzigs Mal, ein einzigs Mal
mitleidsvoll in meine Liebesqual

Und komm ich an, so gehst du weg
das setzt mein Herz in Schreck, in Schreck
und will ich nach, so schiltst du laut
dass Alles nach mir schaut
O bleib nur ein einzigs Mal, ein einzigs Mal
tröstend steh’n bei meiner Liebesqual

Und spreche ich, so schweigt dein Mund
das sticht mein Herz so wund, so wund
und sag ich ja, so sagts du nein
Das macht mir große Pein
O sprich nur ein einzigs Mal, ein einzigs Mal
mitleidsvoll in meine Liebesqual

Und weine ich, so lachest du
das schnürt mein Herz so zu, so zu
und lächle ich, dann weinest du
das scheucht mir alle Ruh
O wein nur ein einzigs Mal, ein einzigs Mal
still und mild in meine Liebesqual

Doch, Hexlein, das ist ja dein Brauch
gerade so bei Andern auch
und weil du mich am meisten fliehst
glaub‘ ich, dass du mir glüh’st
O glüh‘ nur ein einzigs Mal, ein einzigs Mal
licht und warm in meine Liebesqual

Text und Musik: Verfasser unbekannt
bei Silcher, Heft 8, Nr. 12
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 607 „Liebesqual“
Nach der Schlußstrophe wird der erste Theil der Melodie wiederholt, um mit dem Grundton zu schließen.

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