Hier sitz ich auf Rasen (Taunus)

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Hier sitz ich auf Rasen (Taunus)

Hier sitz ich auf Rasen
mit Veilchen bekränzt
und ich liebe ein Mädchen
und ich liebe ein Mädchen
wie es mir gefällt.

Ein Mädchen zu lieben
Das darfst du ja nicht
Denn wer weiß, obs dein Vater
Denn wer weiß, obs deine Mutter
Zufrieden ist

Geh heim zu deinem Vater
Und frage geschwind
Ob wir uns dürfen nehmen
Geh, eil dich, mein Kind

Meinen Vater zu fragen
Das brauch ich ja nicht
Meinen Vater, meine Mutter
Die Heirat ich nicht

Schatz, wenn du nur wüßtest.
Wie gut ich dir wär
Du tätest mich lieben
Viel tausendmal mehr.

Text und Musik: verfasser unbekannt
aus dem Taunus, Westerwald und Lahn- und Dillkreis
„Das Lied hat mit dem alten von Klamer Schmidt bloß die zwei Anfangszeilen gemeinsam, sonst nichts.“
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 654 „Anfrage)

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema: ,
Liederzeit: (1880)
Schlagwort: |
Region: , ,

Abweichungen im Text

Auch mit zwei anderen Einleitungsstrophen und ablehnender Antwort des Mädchens wird das Lied in angezeigter Gegend noch gehört.

Ach Herzchen mein Schätzchen,
Das frage ich dich
Ob du willst mein eigen
Auf ewig willst sein?

Dein eigen zu werden
Das kann ich ja nicht
Wer weiß ob mein Vater
weiß ob meine Mutter
zufrieden auch sind.“

Geh heim zu deiner Mutter
Und frage geschwind
Ob wir uns sollen nehmen
Geh heimlich mein Kind

Ich brauch sie nicht zu fragen
Sie schenkt mich dir nicht
Es wär besser gewesen
Wir kennten uns nicht

Schatz wenn du nur wüßtest
wie gut ich dir wär
tätst du mich auch küssen
viel tausend mal mehr

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