Es war eine schöne Jüdin (1841)

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Es war eine schöne Jüdin
Ein wunderschönes Weib
Sie hat ne schöne Tochter
das Haar war ihr geflochten
zum Tanz war sie bereit

Ach liebste liebste Mutter
Was thut mir mein Herz so weh
Ach laßt mich eine Weile
Spazieren auf grüner Heide
bis daß mirs besser wird

Die Mutter wandt den Rücken
Die Tochter sprang in die Gaß
Wo alle Schreiber saßen
Ach liebster liebster Schreiber
Was thut mir mein Herz so weh

Wenn du dich lassest taufen
Mein Weibchen sollst du seyn
Eh ich mich lasse taufen
Lieber will ich mich versaufen
In’s tiefe tiefe Meer

Gut Nacht mein Vater und Mutter
Wie auch mein stolzer Bruder
Ihr seht mich nimmermehr
Die Sonne ist untergegangen
Im tiefen tiefen Meer

Diese Fassung von der „Schönen Jüdin“ ( Stolze Jüdin ) in Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen (1841) – dazu die Angabe: vom Oberrhein . Dazu eine eigene Melodie im 2/4-Takt, während die anderen überlieferten Melodien mit diesem Textstoff im 3/8-Takt notiert wurden.
Anklänge an die Ballade von den Königskindern. 

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1841 : Zeitraum:
Orte: ,
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: „Die Sage von den zwei Königskindern oder die Schwimmersage, welche in einer Reihe zusammengehöriger Volksballaden auftritt , ist nach ihrem Inhalte uralt. Diese Balladen , welche das unglückliche Geschick eines Liebespaares erzählen, bringen dieselbe Geschichte, die von Hero und Leander erzählt wird. Somit ist der Stoff aus dem hellenischen Altertum im Mittelalter in der Leute Mund gekommen und Vermittelung durch Gelehrte und Kunstdichter nicht anzuzweifeln: Der Stoff wurde nach gekannten griechischen Quellen vermutlich durch provenzalische und nordfranzösische Dichter nach Deutschland getragen. In Deutschland muss die Sage wenigstens seit dem... weiter lesen