Bremer Stadtmusikanten

Erwacht im Erdenrund ihr Knechte!

Erwacht, im Erdenrund ihr Knechte!
Erwacht aus Hunger, Qual und Fron!
Im Erdkern grollen Eure Rechte,
zum Endkampf auf, zur Rebellion!
Räumet auf mit eisernem Besen!
Sklaven all, erwacht! Erwacht!
Sind wir bis heute nichts gewesen,
jetzt wollen wir die ganze Macht!

Leuchtend glühn die Fanale!
Zum Kampf! Der Würfel fällt!
Die Internationale
erstürmt, befreit die Welt!

Wir brauchen keines Gotts Verzeihen,
wir brauchen keines Kaisers Rat.
Das Volk muss selber sich befreien.
Sei einig, Proletariat!
Mag der Reiche selber Diebe greifen,
mag er selber Kerker baun!
Lasst uns die eigenen Äxte schleifen.
Das Eisen glüht, jetzt lasst uns haun!

Leuchtend glühn die Fanale!
Zum Kampf! Der Würfel fällt!
Die Internationale
erstürmt, befreit die Welt!

Vom Staat und vom Gesetz betrogen
in Steuerfesseln eingeschnürt
so wird uns Gleichheit vorgelogen
vom Reichen, der kein Elend spürt
Lang genug ertrugen wird die Knechtung
Länger fügen wir uns nicht
Erkämpft statt Pflichten bei Entrechtung
das gleiche Recht bei gleicher Pflicht

Leuchtend glühn die Fanale!
Zum Kampf! Der Würfel fällt!
Die Internationale
erstürmt, befreit die Welt!

Lasst los die Hebel der Maschinen
Zum Streik heraus aus der Fabrik
Dem Werk der Zukunft lasst uns dienen
der freien Räterepublik
Nieder mit der Vaterländer Grenzen
Nieder mit dem Völkerkrieg!
Der Freiheit Morgenfarben glänzen.
Die rote Fahne führt zum Sieg!

Leuchtend glühn die Fanale!
Zum Kampf! Der Würfel fällt!
Die Internationale
erstürmt, befreit die Welt!

Text: Erich Mühsam  –
Musik: auf die Melodie der Internationale , 1871

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Liederthema: Arbeiterlieder
Liederzeit: , (1919)
Schlagwort: | |




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