Ein Jäger zog zu Walde

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Ein Jäger zog zu Walde

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Ein Jäger zog zu Walde
da äst ein guter Hirsch
hallo, beglückter Jäger
heut´ hast du gute Birsch.
Doch trüb ist Jägers Auge
was fehlt dem Weidemann?
Er sieht den Hirsch nicht äsen
was ist wohl schuld daran?

Er legt sich ins Gebüsche
dort balzt ein Haselhuhn;
nun Jäger mach dich fertig
und schiesse statt zu ruhn!
Doch lauscht er nicht dem Rufe
spannt leise nicht den Hahn,
zu Boden sieht er traurig
was ist wohl schuld daran?

Ein junges Ding, ein Mägdelein
das macht ihn taub und blind,
er träumt und denkt und dichtet
von nichts als jenem Kind.
O Weidemann, guter Weidmann
lass doch die Liebe lei’n,
denn wer das Herz verloren
der kann kein Weidmann sein.

Text: Franz von Kobell – 1843
Musik: Komponist unbekannt, „Volksweise“ aus dem Rheinland und Thüringen, weitere Vertonung von C. Kalow ?

Mit anderer Melodie in „Jägerlieder“ von Pocci, Richter und Scherer (um 1849) und Härtels Lexikon (1864)
Volkstümliche Lieder der Deutschen (2895)

Anmerkungen zu "Ein Jäger zog zu Walde"

Variationen im Volksmunde:

  • 1.1 zog zu Holze
  • 1 2 feister Hirsch
  • 2 2 balzt
  • 2 3 Nun auf beglückter Jäger
  • 3 1 Ein schönes Kind, ein Mägdlein
  • 3 5 lieber Waidmann
  • 3 7sein Herz

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