Bremer Stadtmusikanten

Die Lieb ist aus das Glück ist hin

Die Lieb´ ist aus, das Glück ist hin
die Lust ist gar zerronnen;
doch festen Mut und starken Sinn
die hab´ ich mir gewonnen.
Meine Stütze ist der Wanderstab
meine Freude ist das Wandern:
Weil ich meinen Schatz verloren hab
such ich mir einen andern!

Die Heimat wird mir gar so klein
seit ich so verlassen schreite;
wohlan, mit dem leuchtenden Sonnenschein
in die fröhliche, selige Weite.
Weil der Frühling ruft und der Himmel glüht
darf ich keine Zeit verlieren;
wer weiss, wer weiss, wo mein Glück noch blüht
ich will es probieren, marschieren.

Ei, so einen schlanken Musensohn
dem folgt das Glück auf den Wiegen;
ein anderes Mädel, das find‘ ich schon
bin darum auch nicht verlegen.
Doch ob ich auch wandre bergauf, bergab
das Land hinauf und hernieder –
wie ich einen Schatz verloren hab
so find‘ ich doch keinen wieder!

Text un Musik: Verfasser unbekannt
in “ Allgemeines Deutsches Kommersbuch

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Liederthema: Liebeskummer | Wanderlieder
Liederzeit: (1899)
Schlagwort: | |

Empfehlung: Liebeslieder-Album

Liebeslieder

Preis der deutschen Schallplattenkritik für das Liebeslieder Album der Grenzgänger! Von Heines „Loreley“ über „Es waren zwei Königskinder“ bis zu einer an Elvis Presleys „Fever“ erinnernden Version von „Wenn alle Brunnen fliessen“. Am Ende dann Schillers „Ode an die Freude“ und ein Hochzeitstanz, der Mendelssohn-Bartholdy und Wagner vereint!. Ein außergewöhnliches Album mit aufwändig gestaltetem, 40-seitigen Booklet mit allen Texten und Hintergründen zu den Liedern.