Der Kuckuck up den Tune satt (Uckermark)

Ansingelied bei Hochzeiten

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Der Kuckuck up den Tune satt (Uckermark)

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Der Kuckuck up den Tune satt
dat regent un schniet un er war natt
es regent un schniet, und er war natt

Er flog über Berg un tief Grünn
Bis dat a une N. N. äha Fennsta stünn

N. N.. hia größt di de Brutmann so fein
Hia schickt a di ein Kränzelein

Er schickt dir viel, er bringt dir viel.
Aber niemals kommt er selber zu dir.

N. N. hia größt di de Brut so fein
Hia schickt sie di ein Ringelein. —

Text und Musik: Verfasser unbekannt
aus Granzow in der Uckermark
in Deutscher Liederhort II (1897, Nr. 880d, Der Kuckuck als Liebeswerber)

Wenn das Lied gesungen ist, so sagt jemand aus der Gesellschaft zu dem Burschen oder zum Mädchen, je nachdem er oder sie zuerst genannt ist: „N. N. Ich heb di’n Brut (Brutmann) angesungen, angeklungen, angedicht, angedacht, angerötelt, angeprötelt, angenagt (genäht) angesägt. Wenn ‚t di herzallerlefst Engel iß, dann lach fründlich und bedank di! — Dieser erwidert darauf: „Ich bedank mi öwen (über) Brot sie (he) iß lang no nich grot (groß).“ — Was diese formelhafte Antwort bedeutet, ist unerklärt.

2, 1 Grünne =  Gründe; 2, 2 a = er; ahä = ihr; stünn = stund; 3, 1 hin = hiermit.

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1843)
Region:

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