Festungsspiel mit Messer II

 - Festungsspiel mit Messer II

Bei den Festungsspielen können im allgemeinen beliebig viel Kinder mitspielen. Bei der zugehörigen Zeichnung sind vier Spieler angenommen, von denen jeder eine Fahne hat oder vielmehr ein Fahnenzeichen, das er in den Sand zeichnen kann. Sie fangen nun nacheinander an, die einzelnen Vorfestungen zu erobern und zwar durch vielleicht drei Messerstiche. (geworfen).
Wer eine solche Vorfestung genommen hat, zeichnet sein Fähnchen hinein. Dem vierten Kinde gehört die Festung, es hat deshalb sein Fähnchen hinein gezeichnet. Kommt es dran, d. h. hat jedes der drei vorhergehenden Spieler das Unglück gehabt, dass sein Messer nicht in dem Boden stecken blieb, so muss das vierte Kind die vielleicht schon eroberten Vorfestungen mit je drei Stichen wieder zurückerobern. So geht das Spiel weiter, bis die Hauptfestung erobert ist.

Frankfurter Kinderleben (1929, Nr. 3660)


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Gewisse Spielweisen haben durch die Kriegszeit mit ihren ganz anders gearteten Gedankengängen und Gefühlen besondere Pflege, auch besondere Aus- und Weiterbildung erfahren. Die einzelnen im folgenden aufgeführten Spiele gehören nach ihrer Grundzeichnung und Spielweise in die verschiedenen schon oben behandelten Gruppen, sind hier aber zusammengestellt, um den Einfluss besonderer Zeiten auf ein und dasselbe Kinderspiel zu zeigen, soweit der Einfluss sich in einer einzigen Stadt hat nachweisen lassen. Absichtlich sind hier andere Auswirkungen der Weltkriegszeit oder politisch erregter Zeiten überhaupt auf das Kinderlied und Kinderspiel nicht gegeben worden. Ich... weiter lesen

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