Bremer Stadtmusikanten

Ach bin ich nicht ein armer Mann!

Liebeskummer | | 1900 |

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Ach, bin ich nicht ein armer Mann!
Ich hab´ nichts zu verzehren.
Das Weib das hat die Hosen an,
ich muß die Stube kehren;
ich hüt die Zieg und auch die Kuh
und krieg auch noch viel Schläg´ dazu.
O Jerum! O Jerum! O Jerum!

Wenn ich des Morgens früh aufsteh,
so fängt sie an zu blitzen;
da kommt mir bald ein Grauen an
und bleib´ im Stillen sitzen;
da schlägt es ein und bald und viel,
wie es die Kröte haben will.
O Jerum! O Jerum! O Jerum!

Sie trinkt Kaffee und Branntewein
des Morgens in der Frühe;
dazu muß weißer Zucker sein,
und ich krieg‘ Wurzelbrühe,
und wenn ich sie nicht saufen will,
so zeigt sie mir den Besenstiel.
O Jerum! O Jerum! O Jerum!

Wenn ich des Abends komm‘ vom Feld
und klopfe an die Türe,
die Hexe sich ans Fenster stellt,
und eh´ ich es verspüre,
da kommt die Hex´ ganz unverhofft,
gießt mir den Nachttopf auf den Kopf.
O Jerum! O Jerum! O Jerum!

So will ich nun geduldig sein
bei allen meinen Leiden.
Ich bin selbst schuld an meiner Pein,
ich hätt‘ sie sollen meiden.
So aber mach´ ich den Beschluß,
weil ich nur singen kann und muß:
O Jerum! O Jerum! O Jerum!

von Anfang des 19. Jahrhunderts
nach dem Lied “ Was fang ich armer Teufel an?

 

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