Alles liebt und paart sich wieder (1801)

Alles liebt und paart sich wieder Liebend steigt der Lenz hernieder Und umarmt die junge Flur Süßes sehnendes Verlangen einem Wesen anzuhangen lebt und webt durch die Natur Von des Jünglings Lieb erkoren schwebt im holden Traum verloren ahnungsvoll der Mädchenchor Liebe bringend, Lieb´empfindend unterliegt es überwindend liebt und wird geliebt wie er Was Gefild und hain belebt was in

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Wo zur frohen Feierstunde

Wo zur frohen Feierstunde lächelnd uns die Freude winkt wo in lauter Tafelrunde silbern uns der Becher klingt: da ist der Himmel, da tönt unser Sang Göttin der Freude, dir fröhlichen Dank Wo sich Männer (Brüder), fest umwunden von der Freundschaft Rosenband, und durch Brudersinn verbunden traulich reihen Hand in Hand: da ist der Himmel, da tönt unser Sang Göttin

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Abend ists die Sonne ist verschwunden

Abend ist’s, die Sonne ist verschwunden und der Mond strahlt Silberglanz: so entfliehn des Lebens schönste Stunden fliehn vorüber wie ein Tanz Bald entflieht des Lebens bunte Scene und der Vorhang rollt herab aus ist unser Spiel: des Bruders Träne fließet dann auf unser Grab Bald vielleicht, mir weht, wie Westwind leise, eine stille Ahnung zu schließ ich dieses Lebens Pilgerreise fliehe in das Land der Ruh Werd’t ihr

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