Wir sind des Geyers schwarzer Haufen
Heia ho ho!
Wir wölln mit Pfaff und Adel raufen
Heia ho ho!
Spieß voran, drauf und dran
Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn
Als Adam grub und Eva spann
Kyrieleis!
Wo war denn da der Edelmann?
Kyrieleis!
Spieß voran, drauf und dran
Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn
Jetzt geht´s auf Schloß, Abtei und Stift, Heia hoho!
uns gilt nichts als die Heilge Schrift, Heia hoho!
Spieß voran, drauf und dran
Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn
Der Florian Geyer führt uns an
trotz Acht und Bann
Den Bundschuh führt er in der Fahn
hat Helm und Harnisch an
Spieß voran, drauf und dran
Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn
Wir wölln nit länger sein der Knecht, Heia hoho!
leibeigen, frönig, ohne Recht, Heia hoho!
Spieß voran …
Geschlagen ziehen wir nach Haus
Heia hoho!
Unsre Enkel fechten’s besser aus
Heia hoho!
Spieß voran, drauf und dran
Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn
Text: Strophe 1 von Hans Godwin Grimm, 1920, Strophe 2 in englischem Text überliefert aus dem Lollhardenkrieg, deutsch aus dem ostpreußischen Bauernkrieg 1525, Strophen 5 von Heinrich von Reder (1888), Strophe 6 von Kurt Zacharias, Preußisch-Eylau (1921).
Musik: Die Melodie erinnert an die 1875 uraufgeführte „Moldau“ von Smetana, keine Angabe
in: Leben Singen Kämpfen – Liederbuch der freien Deutschen Jugend, VEB Friedrich Hofmeister Verlag, 12. Auflage 1973, S. 26