Bremer Stadtmusikanten

Was batt mich ein schönes Haus

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Was batt mich ein schönes Haus
Was batt mich ein schönes Haus
darin ich nicht lang darf wohnen
der Tod treibt mich heraus

Was batt mich ein schönes Bett
Was batt mich ein schönes Bett
darin ich nicht lang darf liegen
Der Tod, der mich aufweckt

Was batt mich ein schönes Kleid
Was batt mich ein schönes Kleid
den Hochmut damit zu treiben
Nach Hochmut kommt groß Leid

Was batt mich ein schöne Gestalt
Was batt mich ein schöne Gestalt
Der Leib im Grabe muß verfaulen
er mag sein jung oder alt

Jetzt kommt der bittere Tod
Jetzt kommt der bittere Tod
mit den so scharfen Pfeilen
er bringt groß Angst und Not

Jetzt komm ich vors Gericht
Jetzt komm ich vors Gericht
da wird mein Jesus sagen:
Geh fort, ich kenn dich nicht

Was gibt man mir mit auf die Reis?
Was gibt man mir mit auf die Reis?
Vier so harte Dielen,
ein Hemd gar kreideweiß

Was legt man mir unter den Kopf?
Was legt man mir unter den Kopf?
Ein Handvoll Hobelspänen
da liegst du, armer Tropf

Text und Musik: anonym – aus Lothringen

Vorgesungen von Frau Michel Becker , geboren 1855 , aus Freibuss ( Kr. Forbach ) . Aufgenommen von J. Edel am 7. 9. 1920. Marianne Pinck , geborene Opitz , Grossmutter von Louis Pinck , der Herausgeber von Verklingende Weisen , sang zu diesem Lied noch folgende letzte Strophe: “Eine kurze Zeit / hat gewährt mein Leid / Gute Nacht, gute Nacht, o Welt / ich muß jetzt in die Ewigkeit”.
in Verklingende Weisen I (1926)


Liederthema: Trauerlieder
Liederzeit: (1920)
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