Uns Landwehrmännern stolz und kühn

Volkslieder » Soldatenlieder » Kriegspropaganda

Uns Landwehrmännern stolz und kühn

mp3 anhören"Uns Landwehrmännern stolz und kühn" zum Anhören, als Download, als Buch oder als CD bei Amazon

Uns Landwehrmännern stolz und kühn
erblüht das Leben hell und grün
wir sind gar frisch und wohlgemut
im Herzen wallt uns Lebensglut
wir stehn in der Freiheit Morgenglanz
als kräftige Hüter des Vaterlands

O Vaterland du heilig Land
Du hast ja all uns ausgesandt
zu werden ein männlich frei Geschlecht
Zu werben Freiheit dir und Recht
Zu wahren des Vaterlands Heiligtum
Sei uns re Ehre sei unser Ruhm

O Vaterland du heilig Land
An Helden reich von Herz und Hand
Wo Hermann einst das Eisen schwang
Und stets das Licht die Nacht bezwang
Dir weihn wir freudig unser Blut
O weih uns zu Männern voll Ernst und Mut

So halten fest wir treu und gut
Und haben rechten Lebensmut
So sind wir frisch und fromm und frei
Und bleiben auch im Tode treu
So machen wir tüchtig uns Herz und Hand
zu leben und sterben für’s Vaterland

Wir ringen nach rechter heil’ger Kraft
Wir fröhliche deutsche Wehrmannschaft
Wir stählen uns zur Lebenswehr
zu stehen einst wie Fels im Meer
Und wenn dann des Lebens Ernst uns begehrt
So sind wir Männer wohl bewehrt

Text: Hans Ferdinand Maßmann (um 1820)
siehe auch „Uns deutschen Turnern stolz und kühn
Musik: Komponist unbekannt
Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895)

„Die verhängnißvolle Farce der Bücherverbrennung vom 18. Oktober 1817, bei der er [Maßmann] die Hauptrolle spielte, beruhte wohl auf einer litterarhistorischen Erinnerung an das Autodafe des Göttinger Dichterbundes und traf nicht einmal Exemplare der incriminirten Bücher selbst, sondern nur beliebige Maculatur; die Liste war in Berlin festgestellt worden; die Acteurs selbst hatten die wenigsten davon gelesen, und M. saß nachher den Winter über still in Jena und „las und excerpirte nachträglich die von ihm mit so hohen und zum Theil wüthigen Worten verbrannten Bücher, da ihm doch einfiel, wie lächerlich es sich ausnehmen müsse, wenn er, zur Rede gestellt, eingestehen müsse, den größten Theil derselben noch nicht von weitem erblickt zu haben“
(Leo, Aus meiner Jugendzeit S. 165).

.