Turner reicht die Hand zum Bunde (Freiheitsschwur)

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Turner reicht die Hand zum Bunde
schwört in dieser ernsten Stunde
stets der Freiheit treu zu sein
nie von ihrer Bahn zu wanken
ihr zu dienen ohne Schwanken
Blut und Leben ihr zu weihn

Ob uns auch die Mächt´gen hassen
ob die Schergen uns umfassen
dieses soll uns schrecken nicht
Laßt uns streiten ohne Beben
Freiheit nur allein ist Leben
sie ist unsers Daseins Licht

Erst der Freiheit heilig Wehen
hob uns zu der Menschheit Höhen
flammend grüßt ihr Morgenrot
Turner, hebt zum Schwur die Hände
wie sich auch das Schicksal wende
bleibt ihr treu bis in den Tod!

Text: Ernst Klaar
Musik: auf die Melodie
Brüder reicht die Hand zum Bunde
in Der freie Turner – 1913

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1913 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Die Melodie des später sehr bekannten  und viel gesungenen Freimaurerliedes „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ war einer Teilauflage von Mozarts  letztem vollendeten Werk, der Freimaurerkantate (KV 623), beigelegt, die am 14. November 1792  in Wien im Druck erschien. Der Originaltext des  „Kettenliedes“ beziehungsweise „Bundesliedes“ oder „Weiheliedes“  (KV 623a)  stammt vermutlich von Schikaneder. Die Melodie selbst ist nicht von Mozart, sondern von Johann Holtzer, Klaviermeister aus Korneuburg,  der ebenso wie Mozart Freimaurer war. Der Begriff des „Kettenliedes“  lehnt sich daran an, dass die Freimaurer zum Schluß ihrer Versammlungen das Lied mit verschlungenen Händen als Zeichen ihrer Gemeinschaft sangen. 1824... weiter lesen