Basel

Basel

33 Jahre währt die Knechtschaft schon (1900)

1900

33 Jahre währt die Knechtschaft schon Nieder mit den Hunden von der Reaktion. Blut muß fließen Knüppeldick Nieder mit den Feinden von der Republik Gebet drum, ihr Großen, Euren roten Purpurmantel her! Das gibt rote Hosen Für der Freiheit Heer Für der Freiheit Rechte Für der Freiheit Reich; Wir sind keine Knechte Wir sind alle gleich Reißt die Konkubine aus

Als ich achtzehn Jahr alt war nahm ich mir ein Weib (Der Tod von Basel)

1933

Als ich achtzehn Jahr alt war da nahm ich mir ein Weib das selbe war ein Luder ein bitterböses Weib Da ging ich in die Kirch hinein und bat den lieben Gott er möchte doch bescheren der Alten ihren Tod Und als ich nach Hause kam die Alt´, die war schon krank da hätt ich sollen essen vor Freude sag

Als ich ein Junggeselle war (Tod von Basel)

1600

Als ich ein jung Geselle war, nahm ich ein steinalt Weib; ich hatt sie kaum drei Tage, Ti-Ta-Tage da hat´s mich schon gereut. Da ging ich auf den Kirchhof und bat den lieben Tod: Ach lieber Tod zu Basel, Bi-Ba-Basel hol mir mein´ Alte fort! Und als ich wieder nach Hause kam, mein Alte war schon tot; ich spannt die

Ballspiel mit Eisenring

1438

Ein anderes Ballspiel, das der gelehrte Italiener Äeneas Sylvius (später Papst ) bei der Kirchenversammlung 1438 in Basel sah, schildert er so: „Auf den grünen Rasenplätzen der Stadt, besetzt mit Eichen und Ulmen von reichem Schatten, tummelt sich die Schwar der Jünglinge zur Erholung und Spiel. Hier üben sie Wettlauf, Kampfspiel und Pfeilschießen. Einige zeigen ihre Kraft im Steinstoßen, andere

Brüder laßt uns gehn zusammen (F ,1852-1877)

1877

Brüder, laßt uns gehn zusammen in den Frühlingsblumhain Laßt unsere Herzen flammen Im innigsten Verein Trüber März, holder Mai Die Wintersherrschaft ist vorbei Einst in solchen Wonnetagen Ward ein Kleinod uns geschenkt Muß das Herz nicht freudig schlagen Wenn es eine solche Zeit gedenkt Gott verleih, Gott verleih daß uns blüh ein solcher Mai Ach es haben Feindes Nächte Dies Kleinod uns

Dich reizen Californiens Felder

1850

Dich reizen Californiens Felder, das Gold, das man im Flusse wäscht Doch was nützen dir die vielen Gelder, wenn du das teure Hochland nicht mehr häscht? Dann kriegst du trotz dem vielen Geld das Heimweh nach der alten Welt… Es ist umsonst, er ist dahingezogen, zerrissen ist der Freundschaft Band, schon tanzt das Schiff auf salz’gen Wogen, das Nastuch schwenkt

Es waren vor Zeiten drei Bonner Studenten

1911

Es waren vor Zeiten drei Bonner Studenten die wollten dem Herrn Pastor seine Köchin, — schweig stille! — anwenden die wollten dem Herrn Pastor seine Köchin anwenden Und schlichen sich heimlich zum Garten hinein Schön war diese Köchin, das tu ich zu wissen sie ließ sich, wenns Not tat, im Dunkeln — schweig stille! — gern küssen sie ließ sich,

Heckerlied ein Studentenlied – aus Heidelberg? (1962)

2010

Obwohl man über die Lieder der Revolution von 1848 aus Flugblättern, Liederbüchern, Berichten von Zeitzeugen recht gut Bescheid weiß, lässt sich ein so eingängiges und weit verbreitetes Lied wie „Wenn die Leute fragen lebt der Hecker noch?“ für die Zeit von 1848 und 1849 nicht belegen. Schon dies sprcht – laut Steinitz – dafür, daß das Lied erst nach den revolutionären Ereignissen entstanden ist. Nachweisbar

Niene geit´s so schön u lustig

1847

Niene geit´s so schön u lustig Wie daheim im Ämmetal Dert ist allergattig Rustig Dass eim schwär wird die Uswahl: Manne het es ehrefesti Wyber brav u hübscher Art Meitschi – we d´se gsehst so hest di Dry verliebt – so schön u zart. Da ist nüt vo Kumplimänte, Allem seit me nume «Du», Sig’s der Milchbueb mit der Bränte

Nina Buscheli Schlof (Basel)

1926

Nina Buscheli Schlof gib der denn es goldigs Schof gib der denn e Lämmeli bhüet is Gott ´s klei Engeli aus Basel (vl) – in Kinderlieder der deutschen Schweiz (1926)

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