Ohne dich wie lange
Wird mir Stund und Tag
Leer und öd und bange
Was ich schauen mag
Unser Hain der Liebe
Der so froh mich sah
Ist mir stumm und trübe
Denn du bist nicht da

Ich geh hin und suche
Deiner Tritte Spur
An der holden Buche
Unsrer treuen Flur
Rufe dich die Meine
Glaube dich mir nah
Sinke hin und weine
Denn du bist nicht da

Hör ich dann von Weitem
Deiner Stimme Klang
O wie wird im Busen
Mir das Herz Gesang
Bebend wenn mich deine
Zarte Hand berührt
Wird auf deiner Lippe
Mir der Geist entführt

Text: Johann Gottfried Herder (1807)
Musik: Rousseau
„Es ist wie man sieht, Herders Text keine treue Übersetzung des französischen, sondern freie Nachbildung im gleichen Versmaß.“ (Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1807)

"Ohne dich wie lange (Sehnsucht)" wird auf diese Melodie gesungen:

Melodie zu Ohne dich wie lange (Sehnsucht)

.