Nächten da ich bei ihr was

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Nächten, da ich bei ihr was
Schwatzten wir, dann dies, dann das
Auch sehr freundlich zu mir saß
Sagt´, sie lieb mich ohn all Maß.

Nächten, da ich von ihr scheid
Freundlich wir uns herzten beid
Mir verhieß mir bei ihrem Eid
Mein zu sein in Lieb und Leid

Nächten, da ich von ihr ging,
Sie gar  freundlich mich umfing
Darzu sehr ferr mit mir ging
und war gar sehr gut all Ding

Heute, da ich zu ihr kam
Da war alles widerzam
Bösen Bscheid ich da bekam,
Mußt abziehn mit Spott und Scham.

nach Newer Lieblicher Galliardt von Nicolao Rosthio (Erfurt 1593) Nr. III
bei Hoffmann von Fallersleben , Die deutschen Gesellschaftslieder , 1843
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 581 ohne Melodie)

Liederthema:
Liederzeit: (1593)
Region:

Abweichungen im Text

Erklärung:

  • 1, 1 Nächten — gestern Abend,
  • 4, 2 widerzam, mhd. wiederzaeme, wider alles geziemen, verkehrt.

"Nächten da ich bei ihr was" in diesen Liederbüchern

auch bei Eschenberg . Denkm. 455 — wiederholt Wunderhorn I, 276. –  Hoffmann, Gesellschaftslieder , 2, Aufl. S. 36. Daher Vilmar, Volkslieder S. 187. Erlach I, 205.

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