Nachtwächter-Lieder

Nachtwächterlieder bzw. Nachtwächterrufe haben eine lange Tradition in Deutschland.


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Der Nachtwächter auf dem Turme saß (1918, Lothringen)

Der Nachtwächter auf dem Turme saß Seine Stimme lässt er hören Steht nur auf, steht nur auf denn es Zeit Und wer noch bei seiner Herzliebsten leit der Tag fängt schon an zu grauen Das Mädchen aus seim Bette, Bette sprang Den Tag wollt sie beschauen “Bleib nur liegen, herztausig schönster Schatz Denn es ist fürwahr noch lang, noch lang nit Tag Der

Liederzeit: | , | 1918


Der Tag beginnt die Nacht vergeht (1818)

Der Tag beginnt die Nacht vergeht die Sonn aus Wolken aufersteht ein Morgenrot bricht aus der Nacht Ihr lieben Bürger, seid munter und wacht und lobet Gott in der Höhe Aus Königs Brust der Tag anbricht die Herrenschar erträgt ihn nicht sie schreit: “Zu was soll er taugen? er sticht und brennt in den Augen” Und Öffentlichkeit und Heimlichkeit rüsten sich gegeneinander

Liederzeit: , | 1818


Der Wächter auf dem Turme saß (um 1920)

Der Wächter auf dem Turme saß und rief mit heller Stimme: Ist noch einer da, der in Schlummer leit, er steh´ nur auf, es ist nun Zeit, der Tag hat sich gezeiget, gezeiget Die Amseln singen schon im Grund im Tal die Bächlein springen der junge Morgen tut sich kund da wollen wir mit Herz und Mund dem Schöpfer Lob

Liederzeit: | | 1920


Dunkel ist schon jedes Fenster alles still und stumm

(Ständchensänger:) Dunkel ist schon jedes Fenster alles still und stumm Nur Verliebte und Gespenster schleichen noch herum Horch der zwölfte Schlag erschallet dumpf in meinem Ohr und das Heer der Geister wallet aus dem Grab hervor (Nachtwächter:) Je wat sliekt da vor den Döhren Eck mot näher gahn denn ick kann das frousche Köhren hier nicht half verstahn (Ständchensänger:) Kalte

Liederzeit: | 1883


Ein Hundsfott muß der Deutsche sein (1798)

Ein Hundsfott muß der Deutsche sein der jetzt mit den Franzosen nicht stimmet ein Der Teufel hol Adel und Pfaffen in Steinitz II , 1962, S. 154f. Steinitz schreibt dazu “Politische Nachtwächterlieder kenne ich schon aus den 1790er Jahren und während der Freiheitskriege. In den Gebirgen des schlesischen Riesengebirges lief um 1798 ein Nachtwächterlied um mit dem obigen Kehrreim. Alfred Zimmermann

Liederzeit: | | 1789


Hört ihr Bauern und laßt euch sagen (1849)

Hört, ihr Bauern, und laßt euch sagen: Sie mögen in Erfurt nachten und tagen Sie mögen gagern von früh bis Nacht Für´s deutsche Volk wird nichts vollbracht Die deutsche Freiheit, bei meiner Ehr Wächst unter Kanonen nimmermehr! Lobet Gott den Herrn! Text: Verfasser unbekannt ,in: Dresdner Zeitung –  unter dem Titel “Zeitschwingen” “In den sächsischen Herzogtümern, wo kaum der zwanzigste

Liederzeit: | 1849


Hört ihr Deutschen und laßt euch sagen (1813)

Hört, ihr Deutschen, und laßt euch sagen: Die Russen haben die Franzosen geschlagen Sie haben sie geschlagen in Moskau fein Dies lasset euch gesaget sein Und lobet Gott den Herrn Einhunderttausend Mann sechs oder sieben Die sind durch die Kälte aufgerieben Der Prinz Vice-König ist auch dahin Das macht der tapfere Rostopschin Und die gerechte Sache Napoleon ist nun der

Liederzeit: | | 1813


Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen

Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen Uns´re Glock´ hat acht geschlagen! Nur acht Seelen sprach Gott los als die Sintflut sich ergoß Menschen wachen kann nichts nützen, Gott muß wachen, Gott muß schützen Herr, durch deine Güt´ und Macht Schenk uns eine gute Nacht Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen Uns´re Glock´ hat neun geschlagen! Wart das Feuer und

Liederzeit: | | 1856


Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen (Parodie)

Hört, Ihr Herrn, und laßt euch sagen Uns´re Glock hat neun geschlagen nehmt eure Fraun in acht eh man euch zum Schwager macht Hört, Ihr Weiber, und laßt euch sagen Uns´re Glock hat zehn geschlagen Nehmt euren Mann in Arm so dann schlaft ihr sanft und warm Hört, Ihr Witwer, und laßt euch sagen wollt ihr es noch einmal wagen

| 1900


Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen (Württemberg)

Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen Uns´re Glock´ hat acht geschlagen! nur acht Seelen sprach Gott los als die Sintflu sich ergoß Menschen wachen kann nichts nützen, Gott muß wachen, Gott muß schützen Herr, durch deine weise Macht gib uns eine gute Nacht Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen Uns´re Glock´ hat neun geschlagen! Neun versäumten Dank und Pflicht Mensch

| 2011



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