Mut, Brüder die ihr also schmachtet in Schutzhaft

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Mut, Brüder, die ihr also schmachtet
in Schutzhaft ohne jede Schuld
Die ihr die Tyrannei verachtet
Für Menschheitsglück nur kämpfen wollt
Laut klingt ein Lied, das Lied der Zeit
Kein Klagelied, Zum Kampf bereits

Wir schreiten mutig durch die Zelle
In dunklen Nächten wird es helle
Wir schaun der Freiheit Morgenrot
Der Morgen tagt, die Fackel loht

Die Mauern, die uns rings umgeben
Sie trüben uns nicht unsern Blick
Wenn wir noch so erbärmlich leben
Niemand raubt uns das Seelenglück
Den Blick der Zukunft zugewandt
Dort grünet uns das Hoffnungsband

Wir schreiten mutig durch die Zelle
In dunklen Nächten wird es helle
Wir schaun der Freiheit Morgenrot
Der Morgen tagt, die Fackel loht

Der freie Geist läßt sich nicht töten
Auch hinter Kerkermauern nicht
Herrschaftsgewalt kommt bald in Nöten
Sie zittern vor dem Volksgericht
Irrt Euch nicht, die Stunde schlägt
Daß Euch der Grimm von dannen fegt

Wir schreiten mutig durch die Zelle
In dunklen Nächten wird es helle
Wir schaun der Freiheit Morgenrot
Der Morgen tagt, die Fackel loht

Auf! Schutzhaftbrüder! Schließt die Reihen
Laßt trotzig uns zusammenstehn
Es gilt die Menschheit zu befreien
Es gilt dem Licht entgegengehn
Der Feine Tücken schreckt uns nicht
Und wenn die Welt zusammenbricht

Text: Verfasser unbekannt , 1919
Musik: Auf Sozialisten schliesst die Reihn
u. a. in: Kampfgesang (1921)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: (1919)