Sich empfehlend den Genossen (Das neue Deutschland)

Sich empfehlend den Genossen Für die nächste Reichtagswahl Saßen viele deutsche Sozi Jüngst bei Sklarz im Speisesaal Grinsend rief der dicke Ebert Von dem Präsidentensitz An mein Volk! Du hältst die Schnauze! Und gleich schrie man: Bravo, Fritz! Scheidemann, der mit der Glatze Sprach in überlegnem Ton Ich erwürgt zwar nicht die Feinde Doch die Revolution! Dann erhob sich Parvus-Helphand

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Die Schlacht ist aus

Die Schlacht ist aus, den Feind bezwang der Krieger tapfere Schar nur wird im Herzen mir so bang um das, was mein einst war Was ich unendlich hab geliebt ist längst verrauscht, verweht und nichts, was mir die Hoffnung gibt daß es mir neu ersteht Denk ich daran, wird´s Herz mir schwer die alten Straßen noch die alten Häuser noch

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Manche tanzen manchmal wohl ein Tänzchen (Lied vom Kompromiß)

Manche tanzen manchmal wohl ein Tänzchen immer um den heißen Brei herum, kleine Schweine mit dem Ringelschwänzchen, Bullen mit erschrecklichem Gebrumm. Freundlich schaun die Schwarzen und die Roten, die sich früher feindlich oft bedrohten. Jeder wartet, wer zuerst es wagt, bis der eine zu dem andern sagt: “Schließen wir nen kleinen Kompromiß! Davon hat man keine Kümmernis. Einerseits – und

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Sei gesegnet ohne Ende (Österreichische Volkshymne)

Sei gesegnet ohne Ende Deutsche Heimat wunderhold Freundlich schmücken dein Gelände Tannengrün und Ährengold Deutsche Arbeit ernst und redlich Deutsche Liebe zart und weich – Vaterland, wie bist du herrlich Gott mit dir, Deutschösterreich Keine Willkür, keine Knechte Off’ne Bahn für jede Kraft Gleiche Pflichten, gleiche Rechte Frei die Kunst und Wissenschaft Starken Mutes, festen Blickes Trotzend jedem Schicksalsstreich Steig

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Es zogen im sonnigen Segen

Es zogen im sonnigen Segen drei lachende Mädchen vorbei sie schwenkten die Röcke verwegen und trällerten alle drei Sie warfen soldatisch die Beine und walzten so froh durch den Hain Ich wurde nicht schlüssig für eine drum küßt ich sie alle drei Doch ach, eine jede wollt haben daß ich ihr Alleiniger sei kein Drittel von ganzen Knaben den wollten sie

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Es lebt noch eine Flamme

Es lebt noch eine Flamme es grünt noch eine Saat Verzage nicht, noch bange Im Anfang war die Tat! Die finsteren Wolken lagern schwer auf dem greisen Land. Die welken Blätter rascheln, was glänzt, ist Herbstesstand. Den Blick zum Staub gewendet so hasten Sie dahin. Verdüstert ihre Stirnen Dumfp und gemein ihr Sinn Doch seh ich Fäuste zittern und Schläfen

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Müller hast du nichts zu mahlen

Die Kinder stehen im Kreise, ohne sich anzufassen. Im Takte des Liedes reiben sie ihre flach aufeinander gelegten Hände zusammen. Bei den Worten “Ei so mahle doch”! bewegen sie die geballten Hände schnell zueinander. bei der Kaffeemühle  wird die geballte rechte Hand schnell horizontal herumbewegt, bei der Ölmühle wird taktm´ßig mit den Füßen gestampft, bei der Sägemühle werden die Hände

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