Revolution (Erich Mühsam) von A - Z

20 Lieder - Revolution (Erich Mühsam)

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Sauft Soldaten (An die Soldaten)

Sauft, Soldaten Daß das Blut Heißer durch die Adern rinnt Saufen macht zum Sterben Mut Sauft! Die Zeit der Heldentaten Fordert saftige Teufelsbraten Sauft! Der heilige Krieg beginnt Sauft und betet Gott erhört Liebevoll der Gläubigen Ruf Wünscht, daß er den Feind zerstört Wenn ihr über Leichen tretet Dankt dem Herrn, zu dem ihr flehtet Daß er euch zu Mördern

Lieder gegen den Krieg | Liederzeit: | | 1912


Sich empfehlend den Genossen (Das neue Deutschland)

Sich empfehlend den Genossen Für die nächste Reichtagswahl Saßen viele deutsche Sozi Jüngst bei Sklarz im Speisesaal Grinsend rief der dicke Ebert Von dem Präsidentensitz An mein Volk! Du hältst die Schnauze! Und gleich schrie man: Bravo, Fritz! Scheidemann, der mit der Glatze Sprach in überlegnem Ton Ich erwürgt zwar nicht die Feinde Doch die Revolution! Dann erhob sich Parvus-Helphand

Politische Lieder | Liederzeit: | | 1919


Still mein armes Söhnchen (Wiegenlied)

Still, mein armes Söhnchen, sei still Weine mich nicht um mein bißchen Verstand Weißt ja noch nichts vom Vaterland Daß es dein Leben einst haben will Sollet fürs Vaterland stechen und schießen Sollst dein Blut in den Acker gießen Wenn es der Kaiser befiehlt und will. — Still, mein Söhnchen, sei still Trink, mein Söhnchen, von meiner Brust Trink, dann

Lieder gegen den Krieg | Schlaflieder | Liederzeit: | | 1915


Völker erhebt euch (Gesang der Arbeiter)

Völker erhebt euch und kämpft für die ewigen Rechte! Kämpft und erobert die Freiheit dem Menschengeschlechte! Reif ist die Zeit. Völker erhebt euch zum Streit! Duldet nicht Herren noch Knechte Brüder der Arbeit, vereint eure Kräfte zum Bunde Einigkeit richtet die Macht der Tyrannen zugrunde Stürzt sie in Nacht! Sammelt die eigene Macht Arbeiter nützet die Stunde Schließt, Proletarier, ihr den

Arbeiterlieder | Liederzeit: | , | 1920


Vorwort: Revolution von Erich Mühsam (1925)

Seit meiner Entlassung aus der bayerischen Festungshaft (20. Dez. 1924) ist mehrfach die Anregung an mich herangetreten, durch Herausgabe meiner singbaren revolutionären Gedichte dem Bedürfnis des kämpferischen deutschen Proletariats nach Liedern für den Marsch, für proletarische Feiern und für geselliges Beisammensein Nahrung zuzuführen. Daß dieses Bedürfnis jetzt unzweifelhaft in stärkerem Maße empfunden wird als je zuvor in den langen Jahrzehnten

Politische Lieder | | 1925


War einmal ein Revoluzzer

Der deutschen Solzialdemokratie gewidmet War einmal ein Revoluzzer m Zivilstand Lampenputzer ging im Revoluzzerschritt mit den Revoluzzern mit Und er schrie: “Ich revolüzze!” und die Revoluzzermütze schob er auf das linke Ohr kam sich höchst gefährlich vor Doch die Revoluzzer schritten mitten in der Straßen Mitten wo er sonsten unverdrutzt alle Gaslaternen putzt Sie vom Boden zu entfernen rupfte man

Freiheitslieder | Politische Lieder | Liederzeit: | | 1907


Wie lange Völker wollt ihr säumen (Räte-Marseillaise)

Wie lange, Völker, wollt ihr säumen? Der Tag steigt auf, es sinkt die Nacht. Wollt ewig ihr von Freiheit träumen, da schon die Freiheit selbst erwacht? Vernehmt die Rufe aus dem Osten! Vereinigt euch zu Kampf und Tat! Die Stunde der Befreiung naht! Laßt nicht den Stahl des Willens rosten! Auf, Völker, in den Kampf! Zeigt euch der Brüder wert!

Arbeiterlieder | Liederzeit: | | 1919


Wir lernten in der Schlacht zu stehn (Soldatenlied)

Wir lernten in der Schlacht zu stehn Bei Sturm und Höllenglut Wir lernten in den Tod zu gehn Nicht achtend unser Blut Und wenn sich einst die Waffe kehrt Auf die, die uns den Kampf gelehrt Sie werden uns nicht feige sehn Ihr Unterricht war gut Wir töten, wie man uns befahl Mit Blei und Dynamit Für Vaterland und Kapital

Lieder gegen den Krieg | Soldatenlieder | Liederzeit: | | 1916


Wir rüsten zum Kampf (Lied der Jungen)

Wir rüsten zum Kampf, zur letzten Wehr Wir Volk, wir Freien, wir Jungen Herbei aus der Schule, der Werkstatt, dem Heer Wir dulden die Herrschaft der Junker nicht mehr Die uns ins Elend gezwungen Die Fackeln leuchten himmelan: Dem Volk, der Jugend freie Bahn Sie haben uns lange genug genarrt Verführt, geplündert, bestohlen Wir haben’s gelitten — und litten zu

Freiheitslieder | Politische Lieder | Liederzeit: | , | 1917


Wir wollen nicht verdrießlich sein (Marschlied)

Wir wollen nicht verdrießlich sein Ist auch nicht alles so bestellt Wie’s uns gefällt Wir wachsen ja, um zu befrein Dereinst mit Herz und Kopf und Hand Das Volk, die Menschen und das Land Die ganze liebe Welt Wir wachsen in die Welt hinein Wir sind ja froh und sind so jung Nur noch ein Sprung Dann sind auch wir

Freiheitslieder | Kinderlieder | Liederzeit: | , | 1924