Krokodilstränen von A - Z

27 Lieder - Krokodilstränen

Krokodilstränen – Parodistische Bänkelballaden und Moritaten-Lieder


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Am Ufer des Stromes da wandelten zwei

Am Ufer des Stromes da wandelten zwei Sie blickten zum Monde und seufzten dabei Da plötzlich die Dame, die reizende, spricht: 0 pflücke mir dieses Vergißmeinnicht! Rasch springt der Herr zu des Stromes Strand Schon hält er das Blümchen in seiner Hand Doch wehe, er gleitet, da liegt er im Strom Mitsamt dem Blümchen, der Galanthomme Die Dame mit einem

Liebeslieder | Moritaten | Liederzeit: | , | 1883


Die schöne Elsa Binsentrug

Die schöne Elsa Binsentrug Die war sich niemals schlank genug Sie trennt´ sich nie von dem Korsett Und schnürt sich damit früh und spät. Mit desperatem Neid die Fraun Die Wundertaille Elsas schaun Die Garnison ist hochentzückt Sobald sie Elsa nur erblickt Doch eines Tages, eins, zwei, drei Brach Elsa in der Taill´ entzwei Bald trug man sie durchs Friedhoftor

Frauenlieder | Moritaten | | | 1883


Eduard und Kunigunde

Eduard und Kunigunde liebten treu und zärtlich sich Sehnlich harrten sie der Stunde Wo das Licht der Sonne wich O dann blüthen ihre Freuden Durch der Liebe Wonn´ Genuß und kein herber Kelch der Leiden Mengte sich in ihren Kuß Doch der Drang nach Reichtum stürzte Nur zu bald dies große Glück Das was ihre Tage würzte Schwand nun schnell

Küchenlieder | Liebeskummer | Lieder von Arm und Reich | Moritaten | Liederzeit: | , | 1820


Es fährt ein Mann mit Stangen

Es fährt ein Mann mit Stangen Hinein in den Orient Wo so viele Länder prangen Von denen man wenig kennt Man kommt nach einer Pause In Adrianopel an Da bleibt vor dem letzten Hause Er stehn, der Unglücksmann Des Südens Zephyr fächelt Die Fluren weit und breit— Und hinter dem Fenster lächelt Die schöne Türkenmaid Er merkt nicht, daß die

Moritaten | Liederzeit: | | 1874


Es hatt’ ein Jüngling (Wachsfigur)

Es hatt’ ein Jüngling, allzu sehr Gefühlvoll von Natur Sich im Panoptikum verliebt In eine Wachsfigur Sie war so rosig, zart und fein Dem Jüngling ward ganz dumm Unwiderstehlich zog’s ihn hin Nach dem Panoptikum Nur stets in ihrer Näh zu sein Macht ihn beglückt und froh Drum trat er als Bedienter ein In dem Panoptiko Spät pflegt er aus

Liebeskummer | Scherzlieder | Liederzeit: | | 1893


Es war ein Ritter namens Zacharias

Es war ein Ritter namens Zacharias der im Jahre fünfzehnhundertneun In einem Turm auf hohen schroffen Felsen Mit Eulalia schmachtete allein Beide waren reine Engelskinder Schöner man sich’s niemals denken kann s Herz von ihr war batzweich wie eine Butter Und das seine hart als wie ein Stan Infam! Sie lebten beide glücklich und zufrieden eines tat dem andern nichts zu

Moritaten | Raub-Mord-Totschlag | Liederzeit: | , | 1880


Es war einmal ein wunderschöner Plunzen

Es war einmal ein wunderschöner Plunzen Der hing in einem Metzgerladen drin, Und dicht dabei, da hing ein Leberwürstchen Das kam dem Plunzen gar nicht aus dem Sinn Das Leberwürstchen war gar fein und zierlich Es hatte eine weiße zarte Haut. Jedoch der Plunzen, der war imponierlich Er war im ganzen gar nicht schlecht gebaut Er hätte ihr die Liebe

Liebeslieder | Moritaten | Schuster | Liederzeit: | | 1910


Fritz erwartete mit Frostgewinsel (Mit dem kalten Schlittschuh)

Fritz erwartete mit Frostgewinsel Seine Elsa auf der Rousseauinsel — Trappelt auf und nieder an dem Strand — Mit dem kalten Schlittschuh in der Hand Doch die Elsa, sie war ein schlechtes Weibsen Sie tat indes mit einem andern kneipsen Während Fritz am andern Ufer stand — mit dem kalten Schlittschuh in der Hand Und er sprach: Was soll mir

Liebeskummer | Winterlieder | Liederzeit: | , | 1920


Furchtbar reift des Bösen Saat (Attentat Zar Alexander)

Furchtbar reift des Bösen Saat Himmel, welch ein Attentat Salomon, der Weise, spricht Nihilisten traue nicht Wenn doch alle Nihilisten Auf der Stell krepieren müßten Die den Kaiser von den Russen haben in den Bauch geschussen In den dumpfen Bergeshöhlen Sammeln sich die schwarzen Seelen Um ein helles Feuer und Schließen einen Teufelsbund Dann aus einer schwarzen Dose ziehen sie

Moritaten | Politische Lieder | Liederzeit: | , | 1881


Herr Schultz ein Mann aus Spree-Athen

Herr Schultz´, ein Mann aus Spree-Athen Wollt jüngst sich auch die Welt ansehn Auf! ruft er. Auf nach Kamerun, Dort will ich unter Palmen ruhn! Der Schwiegermutter paßt es nicht Sie machte ein sehr schief Gesicht jedoch Frau Schultze sprach: Nanu Wir haben ja det Jeld dazu So kamen Schultzes denn per Bahn Zu Hamburg in der Frühe an Der

Moritaten | Liederzeit: | , , | 1900