Liedergeschichte: Wohlan die Zeit ist kommen

Zur Geschichte von "Wohlan die Zeit ist kommen": Parodien, Versionen und Variationen.

Verschiedene überlieferte Fassungen von „Wohlan die Zeit ist kommen“.

Wohlan die Zeit ist kommen

Durch ganz Deutschland bekannt, in vielen Variationen gesungen.  In fliegenden Blättern aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts lautet der Anfang so:  „Ermuntre dich Carline …“ In Thüringen kennt man zu dieser Melodie auch den Reim:

„Ermuntre dich, Kallinchen!
Frau hol die Bulle rein!
Es dauert nicht immer und ewig
versoffen muß es sein.“

Die hier enthaltene Strophe: „In meines Vaters Garten wächst eine Blume …“ scheint auf ein älteres Brautlied zurück zu gehen, dessen ersten beiden Takte die gleiche Melodie haben.

Husar: Wohlan Die Zeit ist kommen Mein Pferd das muß gesattelt sein Ich hab mirs vorgenommen Geritten muß es sein! Geh du nur hin, ich hab mein Teil Ich lieb dich nur aus Narretei Ohn dich kann ich wohl leben Ohn dich kann ich schon sein So setz ich mich aufs Pferdchen Und trink ein ... Weiterlesen ... ...

Marschlied des Infanterie Regiment 52 vor dem Ersten Weltkrieg (Anmerkung im Bundeswehrliederbuch)

In meines Vaters Garten da wächst ein schöne Blum Blum Blum drei Jahr soll ich drauf warten ein Jahr ist bald herum Geh du nur immerhin ich Hab mein Teil und liebe dich aus purer Narretei ohne dich kann ich schonst leben ohne dich kann ich schonst sein Du glaubst, du bist die Schönste auf ... Weiterlesen ... ...

Er : Wohlan die Zeit ist kommen mein Pferd das muß gesattelt sein ich hab mirs vorgenommen geritten muß es sein Geh du nur hin , ich hab mein Teil ich lieb dich nur aus Narretei Ohne dich kann ich schon leben ohne dich kann ich schon sein So setz ich mich auf Pferdchen und ... Weiterlesen ... ...

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts oft in militärischem und soldatischem Zusammenhang , wurde laut dem Bundeswehr-Liederbuch (Ausgabe 1976) vor dem 1. Weltkrieg als Marschlied vom 52. Infanterie-Regiment gesungen Zwei weitere Strophen in „Des Knaben Wunderhorn“ (ca 1808): Der Kaiser streit fürs Ländle, Der Herzog...

Der Kaiser streit´t fürs Ländelein der König für sein Geld und ich streit für mein Schätzelein: das ist der Lauf der Welt. Radirulla, rulla, rullala, radirullala, radirullala, radirulla, rulla, rullala, rdirulla, rulla, he Mein Arm ist für das Vaterland mein Durst ist für das Bier und seit mein Schätzchen ich gekannt gehört mein Herz nur ... Weiterlesen ... ...

Herr Wirt was sind wir schuldig Bezahlen tun wir nix Die Zech, die macht fünf Gulden ein jeder lebt für sich als zweite Strophe zu: Wohlan die Zeit ist kommen mein Pferd das muß gesattelt sein ich hab mirs vorgenommen geritten muß es sein Herr Wirt was sind wir schuldig … So setz ich mich ... Weiterlesen ... ...