Liedergeschichte: O Tannenbaum

Zur Geschichte von "O Tannenbaum": Parodien, Versionen und Variationen.

Gesellenstand Gesellenstand
ist manchmal hart und bitter
Die Arbeit schwer, der Lohn gering
ei ja das ist ein böses Ding
Gesellenstand Gesellenstand
ist manchmal hart und bitter

Gesellentreu Gesellentreu
ist selten mehr zu finden
O das beklagen wir mit Euch
wir hassen jeden Lumpenstreich
Gesellentreu Gesellentreu
ist selten mehr zu finden

Gesell´nverein, Gesell´nverein
O schönster der Vereine

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O Nikolaus o Nikolaus
du bist ein schöner Bruder
du redest uns vom Frieden vor
und rüstet heimlich Korps um Korps
O Nikolaus o Nikolaus
du bist ein falsches Luder

O Engeland, o Engeland
wie hast du dich benommen
als wie ein rechter Krämersmann
der nimmt, so oft und viel er kann
O Engeland, o Engeland

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Wir Schipper mit dem Besenstiel
Wir Leute von der Sappe.
Wir kämpfen wie die andern viel
Und nicht nur mit der Klappe;
Wenn man uns ruft, dann sind wir da.
Dann heisst’s bei uns: Schipp, Schipp, hurra!

Wir buddeln Löcher metertief
Und bauen fleißig Gräben,
Ging mal da vorne etwas schief,
gleich müssen wir’s beheben;
man [...] ...

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O Schneppenhorst, o Schneppenhorst
Du Militärminister
Wie gleichst Du dem Chamäleon
Du strahlst in jedem Farbenton
O Schneppenhorst, o Schneppenhorst
Da staunen die Philister

O Schneppenhorst, o Schneppenhorst
Wie kühn sind deine Eide
Du schwörst im Eifer des Gefechts
Bald rechts, bald links, bald links, bald rechts
O Schneppenhorst, o Schneppenhorst
Du Bürgers Augenweide

O Schneppenhorst, o [...] ...

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Der Stacheldraht, der Stacheldraht
das ist ein Draht, der Stacheln hat
Und wenn er keine Stacheln hat
dann ist er auch kein Stacheldraht
Der Stacheldraht, ein Stacheldraht,
das ist ein Draht, der Stacheln hat

Ein Stachelschwein, ein Stachelschwein
das muß ein Schwein mit Stacheln sein
doch hat es keine Stachelein
dann ist es auch kein Stachelschwein


Kein Heimatland kein Mutterhaus
stets einsam und verlassen
irrt´ ich umher, Jahr ein, Jahr aus
kaum weiß ich es zu fassen
schon in der frühsten Jugend war
ich jeder Mutterliebe bar
kein Mütterlein, daß mir die Stirne küßt
das freundlich gegen mich gewesen ist
Nur fremde Leute, die da hart und kalt
statt Mutterlieb´ erzog mich [...] ...

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Immergrüne „Julzweige“ hatten die Germanen bereits vor der Christianisierung in ihren Häusern als Symbol des Frühlings auch im Winter aufgehängt.  Für das 16. Jahrhundert gibt es zahlreiche Belege dafür, dass in den Städten bereits Weihnachtsbäume verkauft wurden, so zB. in Strassburg oder im Elsaß.

Zunächst wurden die Bäume ohne Schmuck aufgestellt oder an der Stubendecke aufgehängt. Um 1600 wurden die Bäume in öffentlichen Räumen (einer Herrenstube, dem Rathaus) unter anderem mit Oblaten und Äpfeln geschmückt und bis zum 6. Januar, dem Dreikönigstag, stehen gelassen. Dann durften die Kinder die geschmückten Bäume schütteln und das was herab fiel einstecken oder essen. So entstand der Brauch, den Kindern Geschenke unter den Baum zu legen.

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