Liedergeschichte: Da streiten sich die Leut herum

Parodien, Versionen und Variationen von Da streiten sich die Leut herum


Es ist nichts lustger auf der Welt (Husarenglaube)

Es ist nichts lustger auf der Welt Und auch nichts so geschwind Als wir Husaren in dem Feld Wenn wir beim Schlachten sind Wenns blitzt und kracht dem Donner gleich Wir schießen rosenrot Wenns Blut uns in die Augen läuft Sind wir sternhagelvoll Da heists: Husaren insgemein Schlagt die Pistolen an Greift durch, den Säbel in der Hand Haut durch

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1806


Da streiten sich die Leut herum (Hobellied)

Da streiten sich die Leut herum oft um den Wert des Glücks Der eine heißt den andern dumm am End weiß keiner nix Da ist der allerarmste Mann dem andern viel zu reich das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich Die Jugend will stets mit Gewalt in allem glücklich sein doch wird man nur ein wenig alt

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Weisheit | Liederzeit: , | 1834


Was streiten die Gelehrten nur so eifrig sich herum

Was streiten die Gelehrten nur so eifrig sich herum die Einrichtung in der Natur schint mir verfehlt und dumm So hat uns die Botanik auch in Floras Reich gelehrt daß alles ohne Sinn und Brauch konfus ist und verkehrt Weshlab soll die Asperula des Waldes Meister sein Was nützen der Campanula die blauen Glöckelein Waldmeistern dient ja kein Gesell er

Studentenlieder | Trinklieder | Liederzeit: | 1888


Es bricht sich jetzt ein Wörtchen Bahn (Warum)

Es bricht sich jetzt ein Wörtchen Bahn mit siegender Gewalt man legt´s an alles prüfend an was sonst für heilig galt Mit Macht durchdringt es immermehr das ganze Publikum nur Finsterlinge fürchten´s sehr es ist das Wort „Warum?“ In Kirch´und Staat, allüberall wird jetzt „warum“ gefragt gar vieles Alte kommt zu Fall hell wird´s, wo´s nie getagt Was unerschüttert konnte

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1913


Da sitzen wir (Ohne Frauen kein Vergnügen)

Da sitzen wir und lassen gar das Beste außer Acht der lieben edlen Frauenschar hat man noch nicht gedacht Das heißt: auch durch ein schönes Lied wo´s Herz im Leib uns lacht beim Frauenflor, der hier uns blüht in wunderbarer Pracht Was wäre denn das Fest nur heut´ wohl ohne Damenglanz Darüber gibt´s doch keinen Streit ein blütenloser Kranz Was wär

Frauenlieder | Trinklieder | Vereinslieder | Liederzeit: | 1921


Diogenes im Altertum ein weltberühmtes Haus (Philosophie)

Diogenes, im Altertum ein weltberühmtes Haus bezahlte seine Miete nicht drum warf der Wirt ihn raus Das kam ihm schrecklich spanisch vor der Regen macht ihn naß da pumpt er fünfzehn Pfenn´ge sich und kauft ein altes Faß Er kroch hinein und wohnte drin vertrieb des Hungers Not weil sonst die Taxe niedrig war mit einem Dreierbrot sein Trank war

Trinklieder | Liederzeit: | | 2007


Schon ziemlich lange mag es sein (Die Bierprobe)

Schon ziemlich lange mag es sein man zählte just das Jahr als noch die alte Redlichkeit in Deutschland üblich war Nun damals galt in München auch Ein hergebrachtes Recht, Wie man das neue Bier beschaut; Der Brauch war gar nicht schlecht. Drei Männer sandte aus dem Rat Die Münchner Bürgerschaft Zum Bräuer, ob das junge Bier Geerbt des alten Kraft.

Trinklieder | Liederzeit: | 2007


Wenn oben auf dem Kirchenturm

Wenn oben auf dem Kirchenturm der alte Türmer zerrt am Glockenseil zum Feuersturm daß dumpf es runterplärrt Wenn der Tambour und Signalist noch den Spektakel mehrt das Feuerhorn im Gange ist und graß die Ruhe stört Denn Feuerhut dann auf dem Kopf die treue Bluse an in Wasserstiefeln bis zum Schopf geht unsre Arbeit an Nur Wasser wird herangeschafft durch

Feuerwehrlieder | Liederzeit: | | 2007


Ein Kaufmann, der sich Schulze nennt (Schöne Seelen)

Ein Kaufmann, der sich Schulze nennt lebt in Berlin noch heut ein jedes Kind den Mann wohl kennt als fleißig und gescheut. Um sechs sitzt er am Arbeitstisch denn sein Geschäft ist groß und arbeit´t munter dann und frisch den Tag drauf los Um sieb´n Uhr schließt er sein Comptoir spitzt seine Feder aus dann holt er Hut und Stock

Studentenlieder | | 2008


Ein Sekundaner sechzehn Jahr

Ein Sekundaner sechzehn Jahr steht im Bezirksgedräng der Stabsrat sagt ihm klipp und klar „Die Bust ist viel zu eng!“ “ Für eine Kugel breit genug“ sagt keck der junge Schneuz „Und wenn es Gott im Himmel will auch für ein Eisern Kreuz“ Text: Max Weber – Musik: auf die Melodie von Da streiten sich die Leut herum in Weltkrieg-Liedersammlung

Soldatenlieder | Liederzeit: | 2009