Liederlexikon: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann

| 1850

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“Wer hat Angst vorm schwarzen Mann” ist ein altes Kinderspiel, das bereits vor 1850 bekannt war und bei dem “Der schwarze Mann” versucht, die Kinder zu fangen. Ähnlich auch mit Wolf und Schafe etc….

Franz Magnus Böhme schreibt in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897) über dieses Spiel:

W. Wackernagel in Haupt´s Zeitschrift (IX, 338) hat das Jugendspiel , das Fischart unter dem Namen der Schwarze Knab anführt, als ein Überbleibsel der Pest- und Totentänze nachgewiesen, welche im Mittelalter bildlich und gesellschaftlich üblich waren.

Der Schwarze, der sich in den versammelten Reigen mischt und einen nach dem andern wegführt, ist der seine Schar stets vergrößernde Tod. Gleich dem Vortänzer, der im weltlichen Reigen an hundert Tänzer in langer Reihe hinter sich herführen und regieren kann, führt auf solchen bildlichen Darstellungen der Tod den Vortanz und zog die Reihen von Hunderten an hoher Hand hinter sich drein. ( Geschichte der Tanzes ) Auf Merians Kupferstiche vom Baseler Totentanz (1621) ist dem Tode folgender Spruch an den Kylbepfeifer (Dudelsackbläser) in den Mund gelegt:

Was wölln wir für ein Tänzle haben
den Bettler oder schwarzen Knaben?



"Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" im Archiv:

All mine Schape kommt to Hus

Spielanleitung: Einer ist Hirte, ein zweiter Wolf, die übrigen Schafe. Auf den letzten Ruf des Hirten müssen diese den Raum bis zu ihm durchlaufen, indem der Wolf zu haschen sucht. Wer gefangen ist, nimmt seine Stelle ein. All mine Schape kommt to Hus Wir dörren (dürfen) nich Woför nich? För de grote Roggenwulf Wo sitt he denn? Achtern Tuen Wat

Böses Tier

An einer Stelle des Spielplatzes wird ein Freimal gezeichnet. In dieses begibt sich dasjenige Kind, das durch Abzählen “Böses Tier” geworden ist. Alle übrigen Mitspieler bilden in einer Entfernung von 4-6 Schritten einen Halbkreis um dasselbe und sprechen: “Wir möchten gerne in den Garten geh´n wenn nur das böse Tier nicht käm´ Die Glock schlägt ein, die Glock schlägt zwei

Müller und Wächter

Auf dem Spielplatze werden zwei Male gezeichnet. Ein Kind wird zum Wächter, ein anderes zum Müller bestimmt. Auf dem einen Male steht der Müller. auf dem andern der Wächter mit den übrigen Kindern. Ersterer kommt nun mit den Worten “Hallo, hallo!” bis zur Mitte. Der Wächter: “Wer ist da?” “Der Müller!” “Was will er denn?” “Einen Sack voll Kinder!” “Er

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