Bremer Stadtmusikanten

Weitling

Wilhelm Weitling

| | 1808
Wilhelm Weitling
Wilhelm Weitling

Wilhelm Christian Weitling wird am 5.10.1808 in Magdeburg geboren, er ist gelernter Schneider und seit 1826 als Geselle auf Wanderschaft durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien und Frankreich. Ab 1835 ist er im revolutionären Schmelztiegel Paris zu finden, wo sich eine Hochburg freiheitlich gesinnter deutscher Handwerker und Schriftsteller, unter anderem Heinrich Heine, etabliert hat. Er wird Mitglied und Führer im Bund der Geächteten, aus dem später der Bund der Gerechten hervorgeht, letzterer wiederum Vorgänger des späteren „Bund der Communisten“. Weitling beginnt hier seine schriftstellerische Tätigkeit. 1838/39 erscheint die Schrift »Die Menschheit wie sie ist und wie sie sein sollte« und 1841 ist er unter dem Pseudonym Freimann mit zwölf Liedern im Liederbuch  Volks-Klänge  vertreten, einer Sammlung älterer und neuerer Handwerkslieder.

Ab 1841 ist er in der Schweiz tätig und gibt im gleichen Jahr die Schrift »Der Hülferuf der deutschen Jugend« heraus. 1842 erscheint das Buch »Garantien der Harmonie und Freiheit«, sein politisches Hauptwerk und eine gedankliche Fortsetzung seiner ersten Schrift. 1843 wird er aufgrund einer Anzeige klerikaler Kreise verhaftet. Als Vorwand dienen die Vorbereitungen zu seiner Schrift »Das Evangelium des armen Sünders«…

Nach einjähriger Haft erfolgt 1844 seine Abschiebung ins preußische Magdeburg, von wo er aber sofort wieder des Landes verwiesen wird. Er geht dann über Hamburg und längeren Aufenthalten in London und Brüssel 1846 nach New York. Im Jahr 1844 erscheinen die »Kerkerpoesien« in Hamburg bei Hoffmann und Campe, der auch der Verleger von Heinrich Heine ( und Hoffmann von Fallersleben ) ist.

Von 1848 bis 1849 ist er während der revolutionären Ereignisse erneut in Deutschland tätig. Nach deren Scheitern kann er nur knapp einer wiederholten Verhaftung entgehen und übersiedelt endgültig nach New York. In den USA ist er tätig als Schneider, Erfinder und Schriftsteller sowie zwischen 1850 bis 1854 einer der Initiatoren der nordamerikanischen Arbeiterbewegung. Er ist Gründer und Redakteur der bis 1854 erscheinenden Zeitschrift »Republik der Arbeiter, Centralblatt für die Verbrüderung «.

Nach einem kämpferischen Leben und wie die meisten seiner Arbeitergenossen in fortwährender Existennot stirbt Wilhelm Weitling am 25.1.1871 in New York. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts galt Weitling in weiten Kreisen als führende Persönlichkeit der Arbeiterbewegung. ( Quelle )

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Weitling im Archiv:

Volks-Klänge

„Volks-Klänge, eine Sammlung patriotischer Lieder“ , erschienen in Paris 1841. Das Buch enthält rund 100 Lieder für die deutschen Handwerkergesellen. Vermutlich herausgegeben vom Bund der Gerechten , einem Geheimbund der deutschen Handwerkergesellen und Flüchtlinge mit Sitz in Paris. In diesem Buch finden sich auch, gezeichnet mit dem Pseudonym “ Freimann „, 12 Lieder von Wilhelm Weitling […]

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