Liederlexikon: Kutzleb

| 1970

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Der Heimatdichter und Judenhasser Hjalmar Kutzleb (eigentlich Hilmar Hermann Kutzleb) wurde am 23. Dezember 1885 in Siebleben geboren und starb am 19. April 1959 in Celle. Nach dem Studium der  Philosophie, Germanistik, Geschichte und Geografie in Leipzig und Marburg unterrichtete er an Gymnasien in Weilburg, Guben, Berlin, Finsterwalde und nach dem ersten Weltkrieg in Minden. Während seiner Studienzeit in Leipzig wurde Kutzleb Mitglied des ” Wandervogel “, dessen Leitung er 1905 für Sachsen und Schlesien übernahm. 1910 trat er in den neugegründeten Jung-Wandervogel über. Sein 1911 unter dem Pseudonym Horant verfasstes Lied Wir wollen zu Land ausfahren (vertont durch Kurt von Burkersroda ), ist vielleicht das bekannteste Lied der Wandervogelbewegung überhaupt.


Er schrieb mehr als 60 Romane, Novellen und Sachbücher, vorwiegend „von germanisierend-nationaler Erziehungstendenz“ geprägt und verbunden mit einer antisemitischen Einstellung. Entsprechend wurden einige seiner Jugend- und Sagenbücher vom nationalsozialistischen Regime gefördert. (Wikipedia)


Der große Kurt Tucholsky nannte Kutzleb einen “Tintengermanen”: “Dieser Deutsche schreibt kein gutes Deutsch. Für gut hält er alte deutsche Wörter, die er deshalb nicht zum Leben erwecken kann, weil er selber ein Toter ist…..Man sollte Herrn Kotzleben mit feinen, aber festen Fäden an einen Baum binden und ihm fünfundzwanzig hinten drauf zählen….” (Textlog.de)



"Kutzleb" im Archiv:

Wir wollen zu Land ausfahren

Wir wollen zu Land ausfahren wohl über die Fluren weit, aufwärts zu den klaren Gipfeln der Einsamkeit. Woll´n lauschen woher der Sturmwind braust, lauschen was hinter den Bergen haust und wie die Welt so weit, und wie die Welt so weit. Fremde Wasser dort springen, sie soll´n uns´re Weiser sein, froh wir wandern und singen Lieder ins Land hinein. Und

Laßt euch nicht irren

Laßt euch nicht irren seht euch nicht um Laßt springen die Klingen und schwirren Die vielen sind feige die vielen sind stumm ihr Weg ist gewunden ihr Rückgrat ist krumm Laßt ihr Geschrei euch nicht irren Laßt euch nicht irren wie´s heult und wie´s droht voran nun und schweigt vom Paktieren Voran nun ins glimmernde Morgenrot und besser ein aufrechter

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