Wandervogel

| 1905

Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Berlin-Steglitz durch Schüler und Studenten eine Bewegung, die der Industrialisierung der Städte die Ideale der Romantik entgegensetzte, um in freier Natur eine eigene Lebensweise zu entwickeln.  Mit dem Anwachsen dieser Jugendbewegung, die sich binnen weniger Jahre über den ganzen deutschsprachigen Raum ausbreitete, kam es zu vielfältigen Abspaltungen und Neugründungen. Unter anderem gab es Differenzen bei der Beteiligung von Mädchen und dem Konsum von Alkohol.

In dritten Reich wurden die Jugendbünde in die Hitlerjugend zwangseingegliedert. Ein Gedenkstein zur  Gründung des Wandervogels ist am Rathaus Steglitz zu finden. (mehr)



"Wandervogel" im Archiv:

  • Das Regiment Forcade hat nie ein Feind besiegt
    Das Regiment Forcade hat nie ein Feind besiegt Obschon seit fünfzig Jahren Im Wind sein Banner fliegt Es brachte jeder Feldzug ihm neue Ehr‘ und Ruhm Und König Friedrich sagte „Das nenn ich Heldentum“ Und will ich Helden sehen Seh ich dies Regiment Doch Kriegesglück ist launisch Nacht ist´s, und Hochkirsch brennt Von allen Grenadieren […]
  • Der Wind weht über Felder (des Kaisers Reiterei)
    Der Wind weht über Felder ums regennass´ Gezelt Der Kaiser stürmt gen Geldern, Seine Reiter ziehn ins Feld Taritara, Taritarei Wir sind des Kaisers Reiterei. Taritara, Taritarei Wir sind des Kaisers Reiterei Es zieht in langen Reihen das zweite Regiment Zu zweien und zu dreien der Hauptmann reit am End Taritara, Taritarei Wir sind des […]
  • Die blauen Dragoner
    Die blauen Dragoner, sie reiten Mit klingendem Spiel durch das Tor, Fanfaren sie begleiten Hell zu den Hügeln empor. Die wiehernden Rosse, sie stampfen, Die Birken, die wiegen sich lind, Die Fähnlein auf den Lanzen Flattern im Morgenwind. Morgen, da müssen sie reiten, Mein Liebster wird bei ihnen sein. Morgen in alle Weiten Morgen, da […]
  • Die blauen Dragoner sie reiten
    Sie reiten in den Krieg In „Die blauen Dragoner sie reiten“ wird aus der Sicht eines Mädchens in romantisierender Form zu Beginn des ersten Weltkriegs besungen, wie die Soldaten in den Krieg ziehen. Das Lied entstand in der allgemeinen Kriegsbegeisterung jener Tage (siehe dazu den Themenschwerpunkt: „Kriegserziehung im Kaiserreich“). Interessanterweise taucht es in der Weltkriegs-Liedersammlung von 1926 […]
  • Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben
    Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben, Die Straßen sie haben der Steine gar viel laßt sie für heute allein Es ist uns bestimmt mit brennenden Füßen die Unrast zu büßen die tags uns ergriff bald Kameraden ist Ruh Wer weiß, wo der Wind uns morgen schon hinweht wo keiner mehr mitgeht der Bruder […]
  • Die Oberbrücker haben eine saubere Zunft
    Die Oberbrücker haben eine saubere Zunft harum ditscharum dischrum schrum schrum am Bruchweg halten sie Zusammenkunft harum ditscharum schrum schrum Eschenskier, Birkenskier, schrum schrum schrum Bambusstöcke, Haselstöcke, schrum, schrum, schrum Bei Tag und bei der Nacht durch Pulverschnee und Harscht mit den Latten, mit den glatten mit den schrum schrum schrum Die Oberbrücker nehmen keinen […]

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