Ich bin so manchen Weg gegangen

Ich bin so manchen Weg gegangen

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Ich bin so manchen Weg gegangen
um deine Liebe zu erlangen
ich aber hab sie nie gekriegt
weil sie so tief verborgen liegt

Ich weiß schon längst was dich verdrossen.
Dass ich die Tür hab zugeschloffen,
Und dass du konntest nicht herein.
Das wird gewiß dein Aerger sein.

Und wärest du allein gekommen
So hält ich dich herein genommen
Denn zwei und drei, das sind zu viel
Nur du allein, du warst mein Ziel

Und kommst du in ein ander Städtchen
So findst du gleich ein ander Mädchen
Da wünsch ich dir viel Glück dazu
Bis an die stille Grabes-Ruh.

Die Tränen, die ich hab vergossen
Die sind aus meinem Herz geflossen
Die Tränen wisch ich nicht mehr ab
Ich nehm sie mit ins kühle Grab.

Das Denkmal, das ich von dir habe,
Das nehm ich mit zu meinem Grabe,
Das Denkmal geb ich nicht mehr ‘raus
Ich nehm es mit ins Totenhaus.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in: Deutscher Liederhort (1893, Nr. 715, “Die verschmähte Geliebte”)
Aus Dreieichenhain bei Darmstadt. 1852. Gleichlautend in Wort und Weise (bis auf eine falsche Note) aus Neubrück bei Müllrose Reg.Bez. Frankfurt an der Oder

Liederthema: ,
Liederzeit: (1852)

Region: ,