Herr nun selbst den Wagen halt

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Herr, nun selbst den Wagen halt
bald abseit geht sonst die Fahrt
das brächt Freud dem Widerpart
der dich veracht’ so freventlich

Gott, erhöh deins Namens Ehr
wehr und straf der Bösen Grimm
weck die Schaf mit deiner Stimm
die dich lieb haben inniglich

Hilf, dass alle Bitterkeit
scheid, o Herr, und alte Treu
wiederkehr und werde neu
dass wir ewig lobsingen dir

Text: Friedrich Spitta
Musik: auf die Melodie des Kappeler-Liedes

Anmerkungen zu "Herr nun selbst den Wagen halt"

„Das Kappelerlied wurde in viele reformationszeitliche Gesangbücher des alemannischen Raums übernommen, geriet aber später in Vergessenheit. Erst Friedrich Spitta holte es wieder ans Licht. In der von ihm redigierten Monatsschrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst veröffentlichte er 1897 einen Artikel zum Kappelerlied und eine Nachdichtung in neuhochdeutscher Sprache. Dabei bildete er Zwinglis Strophenschema mit seinen eng aufeinanderfolgenden Reimen genau nach. So wurde das Lied in Schweizer und deutsche Gesangbücher (Deutsches Evangelisches Gesangbuch 1915, während des ersten Weltkriegs) aufgenommen.“ (Wikipedia)

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