Die Welt stellt sich (Es ist die Mode so)

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Die Welt stellt sich verträulich
Und heuchelt doch abscheulich
Sie lacht und ist sehr froh:
Es ist die Mode so

Man nennt sich Knecht und Sklave,
Da man flattieret brave
Doch drescht man leeres Stroh
Es ist die Mode so.

Von vorne lauter Blicke
Von hinten lauter Stricke
Die Welt ist gar zu roh
Es ist die Mode so

Du hast wohl gute Brüder
Tust ihnen was zuwider
So brennt es lichterloh
Es ist die Mode so

Den man am höchsten schätzte
Der wird auch wohl zu letzte
Ein Schelm in Folio
Es ist die Mode so.

Wo bleibt die wahre Liebe?
Die Welt ist voller Diebe
Fragt nur nicht: wer, wie, wo
Es ist die Mode so.

Die Weiber freundlich scherzen
Und fremde Männer herzen
Kommts gleich nicht apropo
Es ist die Mode so.

O. du verfluchte Mode
Ich ärgre mich zu Tode
Fort von der Welt allo
Es ist die Mode so

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1787 „Es ist die Mode so“)

Fliegendes Blatt (wohl 1763 in Köln gedruckt): „Drey schöne neue Lieder“ (das 2.). In von Arnim’s Sammlung. Vergl. die Melodie dazu : „Die Vöglein in dem Walde“.
7, 3 á propos, zu rechter Zeit. 8. 3 allo ital., allons franz., auf, fort!

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: (1763)