Dort wo die klaren Bächlein rinnen (Schäferin)

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Die Noten zu "Dort wo die klaren Bächlein rinnen (Schäferin)":

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Dort wo die klaren Bächlein rinnen (Schäferin)

Dort wo die klaren Bächlein rinnen
Sah ich von fern ein Hüttchen stehn.
Dort wohnt von allen Schäferinnen
Die schönste, die ich je gesehn.
Und böte man mir Gold und Kronen
So dächt’ ich doch in meinem Sinn:
Im Hüttchen wollt’ ich lieber wohnen
Bei ihr, der schönen Schäferin.

Treibt sie in frühem Morgenschimmer
Die zarten Lämmlein in den Hain
So denkt mein armes Herz nur immer
O, könntest doch ihr Schäfer sein!
Da nehm’ ich heimlich meine Flöte
Schleich’ hinter ihrem Schritte her
Und wenn man mir den Himmel böte
Zu Hause bleib’ ich nimmermehr.

Und wenn des Nachts die Sternlein blinken
Und jedes Laub im Haine ruht
Da läßt sie ihren Schleier sinken
Und taucht sich in die goldne Flut
Da möcht’ ich sie so gern belauschen
Möcht’ sie so gern einst vor mir sehn
Doch nein! Ein Blättchen könnte rauschen
Und nie dürft’ ich sie wiedersehn

Oft ist sie mir im Traum erschienen
Oft wandelten wir Hand in Hand
Doch immer mußt’ ich einsam weilen
Weil ich beim Wachen sie nicht fand
Oft wollt’ ich ihr mein Leid wohl klagen —
Gewiß, ich wollt’ ihr alles sagen
Warum mein Herz für sie tut schlagen
Warum ich an sie denken muß

Text: Das Lied ist eine Umdichtung der »Romanze« von Ernst Schulze, Göttingen, 1813.
Musik: Melodie von Karl Geißler
u. a. in: Lieder der Unschuld, Liebe und Freude (Breitkopf und Härtel, 1894) — Traurig aber wahr (1931)


Liederthema: Liebeslieder
Liederzeit: (1813)
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