Der Schnitzelmann von Nürenberg

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Der Schnitzelmann von Nürenberg

Der Schnitzelmann von Nürenberg
Hält feil in seiner Buden
Ei, seht, da stehen Ries und Zwerg,
und Mohren, Türken, Juden
Trompeten, Trommel und Gewehr
Und Säbel und Pistolen,
Und Geig und Pfeif und vieles mehr
Kann hier sich einer holen.

Und eine ganze Schäferei
Mit Hirten, Hund und Karren
Hanswurstel, der ist auch dabei
Der mit dem Fuß kann scharren
Wie der so schelmisch lachen kann,
Als wollt er schier zerplatzen,
Weil er sieht seinen Schnitzelmann
So hinterm Ohr sich kratzen

Wohl kommen aus der ganzen Stadt
Die Kinder hergelaufen
Weil keines einen Pfennig hat
Kann keiner sich was kaufen
O Schnitzelmann von Nürenberg
Hätt‘ ich die schönen Dinger
Ich wollte jubeln wie die Lerch
Und schnalzen mit dem Finger

Text: Friedrich Güll (1851)
Musik: Carl Reinecke
in Liederbuch des deutschen Volkes (1883)

Abweichungen im Text

Die ersten vier Zeilen wurden später abgeändert, spätestens 1933 waren „Mohren, Türken, Juden“ vom Weihnachtsmarkt verbannt!

Der Schnitzelmann von Nürenberg
Hält feil in seinem Laden:
Ei, schaut, da stehen Ries und Zwerg,
Welch lustige Kameraden …

Dazu eine neue (?) dritte Strophe:

Und nebendran, da stehet
Ein gewaltiger Nußknacker
Der stemmt die Arm und spreizt die Bein
Und bleckt die scharfen Hacker
Macht ein Gesicht als wie ein Ruß
Als wollt er wen zerreißen
Die Haselnuß, die welsche Nuß
Nur her, ich will sie beißen

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