Ringlein Ringlein du musst wandern (ohne Seil)

Spielanleitung: „Die Kinder stehen im Kreise. Eins, das den Ring – dargestellt durch einen beliebigen kleinen Gegenstand, der gerade zur Hand ist – suchen soll, muss sich in die Mitte stellen und zunächst die Augen schließen. Währenddessen erhält ein anderes Kind den Ring. Darauf beginnen alle zu singen, halten die Hände geschlossen und tun, als wenn sie sich den Ring reichen. Das in der Mitte stehende Kind muß nun erraten, wer ihn in der Hand hält. Hat es richtig geraten, so muss dasjenige, welches ihn hatte, an seiner Stelle in den Kreis treten und das Spiel beginnt von neuem.“

Ringlein Ringlein du mußt wandern
von dem einen Ort zum andern
O wie schön o wie schön
hat zwei Augen und kann nicht sehn

so in Ringel Rangel Rosen (1913, „Nach einem alten Gesellschaftsspiel“)


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Ursprünglich als „Ringlein Ringlein du musst wandern“ – oder eher als „Steinchen Steinchen du musst wandern“? Denn ein Ring oder Taler wird den meisten Kindern nicht zur oft zur Hand gewesen sein. Den Zusammenhang zwischen Geldzirkulation und dem Kinderspiel „Taler du musst wandern“ stellt zwar bereits 1845 Heinrich Beta in „Geld und Geist“ (S. 122) her, doch noch zum Ende der Weimarer Republik wurde das Lied zumeist als „Ringlein du musst wandern“ gespielt, es hatte wenig mit Kaufen und Verkaufen zu tun, sondern war ein Versteck- und Ratespiel. „Das... weiter lesen

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