Es kommt ein Herr aus Linienfee

Kaiser Wiwadu

I: Es kommt ein Herr aus Linienfee
Kaiser Wiwadu
II: Was will der Kaiser aus Linienfee
Kaiser Wiwadu

I: Ist der Vater nicht zu Haus? Kaiser Wiwadu
II: Was soll der Vater denn zu Haus? Kaiser Wiwadu
I: Er soll ein kleines Brieflein schreiben- Kaiser Wiwadu
II: Was soll denn in dem Brieflein stehn? Kaiser Wiwadu
I: Das *** eine Braut soll sein. Kaiser Wiwadu
II: Wenn soll sie denn zum Bräut´gam haben? Kaiser Wiwadu
I: Sie soll den *** zum Bräut´gam haben. Kaiser Wiwadu
II: Könnt sie nicht bekommen. Kaiser Wiwadu
I: So schlagen wir die Fenster ein. Kaiser Wiwadu
II: Machen wir die Läden zu. Kaiser Wiwadu
I: Stecken wir das Haus in Brand. Kaiser Wiwadu
II: Könnt sie bekommen! Kaiser Wiwadu

aus Herborn , Nassauerlande – 1880 – in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)


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Dieses Spiel wurde „am Valentinstage , also an dem Tage aufgeführt, wo das Vielliebchen ( die Braut auf ein Jahr ) erwählt, oder – was dasselbe ist – die sonderbare Sitte der Mädchenausrufung ( Mailehen ) stattfand, ein halbrechtlicher Brauch , der schon zur Ritterzeit (als Knappenehe und Sommerbuhlen) gekannt war und bei den Bauern seit Anfang des 14. Jahrhunderts im Ring von Wittenweiler mit dem dazugehörigen Lied nachweisbar ist.“ (Über das Mönch- und Nonnenspiel, Böhme, 1897)

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