Wenn ich weggeh (Die Schwalbe)

Wenn ich weggeh, wenn ich weggeh
hab ich Kisten und Kasten voll
wenn ich wiederkomm, wenn ich wiederkomm
hab ich kein Fädchen Zwi – r – r -n

Die Tauben, deren Glucksen das Kind mit Ruggezegu nachahmt, lassen sich nach dem Kinderglauben leicht fangen, wenn man ihnen Salz auf den Schwanz streut. Das Zwitschern der traulichen Schwalbe, die im Herbste zieht, aber jedes Frühjahr ihre nordische Heimstätte wieder aufsucht, wird auch bei uns noch vom Kindermund gedeutet. Dieser auch in anderen deutschen Landstrichen ähnlich erhaltene Kinderreim ist unsterblich gemacht durch Rückert’s tiefempfundenes Lied: „Aus der Jugendzeit„, das auch zugleich ein Preislied des Kindersinnes ist:

O du Kindermund, o du Kindermund
Unbewußter Weisheit froh
Vogelsprachekund, Vogelsprachekund
Wie Salomo!

in Kasseler Kinderliedchen (1891, Nr. 168, mit obiger Anmerkung) — bei Lewalter , mündlich aus Kassel um 1911 , Nr. 102


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